Emotionale überforderung beim Kleinkind
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Was lernen Kinder in der Krippe - Was lernen Kinder in der Krippe nicht

Viele Kinder werden schon sehr früh in die Krippe gegeben, damit Mütter ihren Beruf nachgehen können oder wieder mehr Zeit für sich haben. Doch was lernen Kinder in der Krippe und was lernen sie dort nicht? Diesmal sprechen wir darüber, warum wir dafür sind Kinder so lange wie möglich zu Hause zu betreuen. Und wir wollen Müttern, die sich die Frage stellen „Soll ich mein Kind in die Krippe geben?“ die Vorteile aufzeigen die ihr Kind hat, wenn es zu Hause betreut wird. 

Bist du gezwungen dein Kind in der Krippe betreuen zu lassen, dann erfährst du hier, wie du für dich und dein Kind einen Ausgleich schaffen kannst. 

Viel Spaß beim Hören 

deine Miriam und Cathrin


Blogartikel zum Podcast (Im Blogartikel findest du nicht alle Informationen aus der Podcast-Episode. Daher hör doch gerne auch in den Audiobeitrag rein)

Wir reden für uns schon sehr, sehr lange darüber ob man sein Kind in die Krippe geben sollte. Dieses Thema kam immer wieder bei uns auf, weil wir von Müttern gehört haben, dass sie das Gefühl haben ihr Kind in die Krippe geben zu müssen. Sie denken, dass es für ihr Kind besser ist und das obwohl sie die Möglichkeit hätten ihr Kind zu Hause zu lassen. 

Was lernen Kinder in der Krippe - Wenn Mütter überlegen ob man Kinder in die Krippe geben sollteDeswegen ist dieser Blogbeitrag für die Mütter, die gerade überlegen ob es sinnvoll ist das Kind in die Krippe zu geben. 

Und natürlich auch für die, die ihr Kind gerne zu Hause haben und sich beinahe gezwungen fühlen ihr Kind in die Fremdbetreuung zu geben. Und um das vorweg zu nehmen: Wir glauben, dass die Betreuung in einer Krippe für Kinder viel zu früh ist. 

Was lernen Kinder in der Krippe und was lernen sie eher nicht?Gehen wir das Schritt für Schritt einmal durch und gucken was lernen Kinder in der Krippe und was lernen sie eher nicht.

Das erste Argument vieler Eltern ist, dass sie glauben, dass Kinder in der Krippe Sozielkontakt hat und dort lernt mit anderen sozial umzugehen. Doch schauen wir uns mal an, in welchem Entwicklungsstadium Kinder im Krippenalter sind. 

Kinder fangen frühestens mit 3 Jahren an Sozialverhalten zu zeigen. 

Und hier geht es darum, dass Verhalten im Gehirn als Sozialverhalten abgespeichert wird. Vor diesem Alter handelt es sich um Nachahmungsprozesse, also um ein Kopieren von Verhalten, was sie im außen beobachten. Bis dahin reicht also der Kontakt aus, den Kinder normalerweise durch Besuch von Freunden mit Kindern, Cousin und Cousine, Geschwistern usw. haben. 

In der Verbindung mit dir lernt dein Kind viel wichtigere Grundlagen um mit 3 Jahren dann anzufangen Sozialverhalten aufzubauen. 

Die Prozesse der Rückkoppelung und die ersten Stufen der Regulierung von Emotionen und Energie geschieht im Kontakt mit einer engen Bezugsperson. Diese Prozesse bereiten Kinder auf die Phase des Erlernens von Sozialverhalten vor. Sie brauchen also Personen, an die sie eng gebunden sind – die Eltern oder andere Personen, die eine sehr enge Bindung zum Kind aufgebaut haben. In den meisten Fällen ist es in der Krippe für die Erzieher nicht möglich so eine enge Bindung (emotional und körperlich) aufzubauen. Sie können nicht so, wie eine Mutter oder ein Vater es kann, für das da Kind sein. 

Was lernen Kinder in der Krippe - Empathie lernen Kinder in Verbundenheit mit ihren ElternAuch Empathie lernen Kinder in Verbundenheit mit ihren Eltern, denn kaum ein anderer Mensch ist in der Lage so viel Mitgefühl zu empfinden wie Eltern für ihre Kinder. 

Durch Rückkoppelung und Übertragung von Emotionen gehen Kinder bereits vor dem ersten Lebensjahr die ersten Schritte, um später mit Empathie anderen Menschen zu begegnen. Auch hier ist die Grundvoraussetzung die enge Verbindung zur Bezugsperson. 

Bist du „gezwungen“, dein Kind in die Krippe zu geben, dann mach dir bewusst, dass dein Kind Zeit für Regulation braucht und dadurch vielleicht sehr anhänglich ist. 

Oder wenn es sehr aufgedreht ist oder besonders unausgeglichen wirkt, dann solltest du ihm unbedingt die Möglichkeit geben sich zu regulieren. Das kann z.B. das Schlafen im Familienbett sein, Kuscheleinheiten auf dem Sofa oder achtsames spielen mit deinem Kind.

Ein weiteres Argument weswegen Mütter ihre Kinder in die Krippe geben ist, dass sie der Meinung sind, dass Kinder dort eine Menge lernen.

Was lernen Kinder in der Krippe - Sollte man Kinder in die Krippe geben damit sie bestimmte Fähigkeiten lernenDoch was lernen Kinder in der Krippe? Sprachentwicklung? Motorik? Kopieren durch Nachahmung?

Wir haben uns die Frage gestellt ob ihnen das, was sie in der Krippe kopieren können, im späteren Leben als Kleinkind/ Jugendlicher oder auch Erwachsener hilft sich zurecht zu finden. 

In der Krippe sind Kinder hauptsächlich mit Gleichaltrigen umgeben und es gibt kaum Situationen, die einen normalen Lebensalltag widerspiegeln.

Daher haben sie auch wenig Nachahmungs-Möglichkeiten, die ihnen zeigen, wie das Leben funktioniert, wie z.B. Familienleben funktioniert oder wie der Haushalt funktioniert. Das bedeutet nicht, dass Kinder nur Erwachsene brauchen um durch Lernprozesse zu gehen. Eine größere Altersspanne zwischen Kindern setzt auch Reize um z.B. motorische oder sprachliche Fähigkeiten zu entwickeln.

Also auch auf die Frage „Was lernen Kinder in der Krippe“ im Hinblick darauf wie Leben funktioniert, können wir keinen Vorteil finden Kinder in die Krippe zu geben. 

Die beste Voraussetzung ist auch hier wieder das Lernen am Modell der Eltern. 

Was lernen Kinder in der Krippe - Wird es für Mütter leichter wenn die Kinder in der Krippe sind?Und nun kommen wir zum 3. Grund aus dem Eltern ihre Kinder in die Krippe geben: Mütter glauben, dass es für sie im Alltag leichter wird. 

Denn dann können sie wieder arbeiten gehen oder haben mehr Zeit für sich. Doch wenn wir aus das aus der Frage ableiten „Was lernen Kinder in der Krippe“ erkennt man schnell, dass das ein großes Vorurteil ist. Nehmen wir mal den Durchschnitt von den Müttern mit denen wir arbeiten oder Müttern aus unserem Bekanntenkreis. 

Bei ihnen ist der Tagesablauf nicht unbedingt leichter dadurch, dass die Kinder in der Krippe sind. 

Zwar gibt ihnen der Vormittag Möglichkeiten sich zu entspannen, einen Ausgleich durch Arbeit zu schaffen oder den Haushalt zu managen. Aber die Probleme, die dann entstehen, wenn das Kind wieder da ist, machen den Stress extrem groß. Dieser Stress wird durch die gewonnene Zeit nicht aufgefangen. Denn häufig wird diese Zeit auch nicht wirklich zum Ausgleich genutzt. 

Mütter glauben, dass der Stress, der entsteht wenn das Kind zu Hause ist dadurch entsteht, dass das Kind älter ist und eine neue Entwicklungsphase durchläuft. Doch oftmals sind Kinder, die aus der Krippe kommen im Ungleichgewicht. 

Was lernen Kinder in der Krippe - Häufig kommen Kinder erschöpft aus der KrippeDer Hauptpunkt ist jedoch, dass Kinder nicht gewohnt sind, den Alltag mit ihren Eltern zu leben. 

Ein großer Teil des Alltags wird nicht zu Hause verbracht und gelebt. In der Krippe funktioniert es meistens scheinbar ganz gut. Die Kinder kooperieren und finden sich in dem System mit der Zeit zurecht, gewöhnen sich mehr und mehr an die Geräuschkulisse und an die vielen Reize. Sie passen sich an die Abläufe von Essenszeiten und Schlafzeiten an und wissen, wie sie sich verhalten müssen. Doch kommen sie nach Hause, haben sie ihre Kooperationsbereitschaft völlig aufgebraucht, sind erschöpft oder überdreht. Sie haben keine Kapazitäten mehr sich dem Ablauf zu Hause anzupassen und die Strukturen zu kopieren. Entspanntes Familienleben ist dadurch schwerer möglich.

Das Selbstverständliche für das Kind, die immer wiederkehrenden Prozesse, finden in der Krippe statt. 

Häufig wird nach der Krippe noch eingekauft oder es geht zum Mutter-Kind turnen. Die Zeit, in der die kleinen Kinder anfangen könnten Strukturen eines Lebens zu Hause zu kopieren werden immer kürzer. Und das ist das, was den Alltag anstrengend macht. Es gibt kaum Möglichkeiten Gewohnheiten und selbstverständliche Abläufe entstehen zu lassen. 

Sind also die Kinder zu Hause, wäre das Leben mit Kindern auf Dauer leichter, weil viel mehr nebenbei laufen könnte. 

Dann lernen die Kinder z.B. alleine zu spielen während die Mutter etwas erledigt oder ein Buch liest. Das geschieht dann, wenn Gewohnheiten etabliert und Rituale geschaffen werden und weil das die Normalität für das Kind ist. Und für das Kind ist immer das leicht was normal ist, genauso wie für die Eltern immer das leicht ist was normal ist. Denn genau das beansprucht weniger Kapazität für das Gehirn. 

Daher ist eines der wichtigen Punkte bei uns im Online-Kurs, dass du dein Familienleben so ausrichten kannst, dass es perfekt in deine Art zu leben passt. Weil genau das das Leben für dich und dein Kind leichter macht. 

Deine Kinder müssen in dein/euer Familienleben passen. 

Das können sie, wenn sie ganz früh einen Großteil der Zeit auch in der Familie verbringen. Du darfst dein Familienleben gestalten und dein Kind darf genau das kennenlernen.

Was lernen Kinder in der Krippe - Kinder lernen in der Krippe wie das Leben in der Krippe funktioniertWas lernen Kinder in der Krippe? 

Sie lernen wie das Leben in der Krippe funktioniert! Möchtest du, dass dein Kind lernt wie euer Familienleben funktioniert, dann braucht es viel Zeit in eurer Familie!

Fühl dich also nicht gezwungen dein Kind in die Krippe zu geben, weil so viele Stimmen da draußen sagen, dass es wichtig für die Entwicklung ist. Und fühl dich auch nicht gezwungen, weil du glaubst weniger Anerkennung zu bekommen, weil du nicht arbeiten gehst. 

Für viele Eltern ist es ganz normal ihr Kind mit einem Jahr oder früher in die Krippe zu geben, weil es die meisten so machen. 

Die Kinder werden schon während der Schwangerschaft oder direkt nach der Geburt in der Krippe angemeldet, damit sie die Chance auf einen Platz haben. Und vielen Müttern fällt es dann schwer ihr Kind in die Krippe zu geben, weil sie stark mit ihrem Kind verbunden sind. Das ist ganz normal, weil in dieser Zeit der wichtige Teil der kindlichen Entwicklung in Verbundenheit mit der Mutter und dem Vater stattfindet und Abnabelungs-Prozesse langsam reifen.

Bist du gezwungen dein Kind in die Krippe zu geben, weil du das Geld brauchst und arbeiten gehen musst, dann guck nach Alternativen (Großeltern, andere Mütter … oder nach Krippen, die sehr viel Wert auf Bindung, Beziehung und engen Austausch legen). Und vor allem gib deinem Kind die Möglichkeit der Regulation, ruhige Momente mit dir oder deinem Mann. 

Was lernen Kinder in der Krippe - Gib deinem Kind Zeit euer Familienleben kennezulernenGib deinem Kind viel Zeit um auch euer Familienleben kennenzulernen und sich dort zurecht zu finden. 

Emotionale Überforderung bei Kleinkinder

Verstehen. Vorbeugen. Beschützen.
Hier erfährst du 5 Punkte, die dein Kleinkind im normalen Alltag emotional überfordern können. 
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