Emotionale überforderung beim Kleinkind
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starke Kinder

Geht es dir auch so? Du schaust dir die Welt an mit all ihren Herausforderungen und Gefahren und siehst Kinder die gemobbt werden, weil sie nicht richtig aussehen. Schönheitsideale auf Instagram mit denen junge Menschen konkurrieren sind allgegenwärtig. Du siehst so viel, wo vor du dein Kind gerne bewahren würdest und hoffst inständig, dass dein Kind das niemals erleben muss. Dafür hast du nur eine Chance: Dein Kind so stark zu machen, dass es in der Lage ist, in dieser Welt glücklich und zufrieden zu bestehen. Doch wie können wir Kinder stark machen?

Ist es möglich, ein Kind stark zu machen für das Leben, sodass es allen Herausforderungen des Lebens gewachsen ist?

Ist es möglich sein Kind so zu erziehen,

  •  dass es so voller Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen ist, dass es weiß was es will,
  • sich Dinge zutraut,
  • sich von anderen nicht vom Weg abbringen lässt,
  • zu seinen Überzeugungen steht,
  • sich von anderen Menschen keine schlechten Gefühle machen lässt,
  • selbstständig ist,
  • seine Stärken kennt und weiß, welche Fähigkeiten es noch erwerben will,
  • keine Angst hat Fehler zu machen,
  • widerstandsfähig ist gegenüber Gefahren, Drogen, Krankheit, Prokrastination, Mobbing, Aggression. 
Ja und nein.

Ich glaube, Eltern können Kindern vieles mitgeben – besser gesagt anbieten. Doch jedes Kind ist auch ein eigenständiges Individuum, das sich aus sich selbst heraus entwickelt, das selbst bewertet und entscheidet, das seine eigene Persönlichkeit in sich formt und seine Erfahrungen macht. Eltern können inspirieren. Und Eltern können die Natur einfach mal machen lassen. Denn all die Eigenschaften, die hier aufgelistet sind, sind Eigenschaften, mit denen ein Kind zur Welt kommt. Es hat all das in sich. Denn die Grundlage ist bedingungslose Liebe. Diese innere Stärke, die daraus entsteht, ist ihm angeboren. Also müssten wir eigentlich nur aus dem Weg gehen. Wenn das so einfach wäre.

Dieser Artikel soll deswegen nichts anderes sein. Eine Inspiration.

Vielleicht auch ein bisschen ein Idealbild. Denn ich frage mich immer: Wo soll das, was ich tue im Idealfall hinführen? Wie könnte die Welt aussehen? Dieser Artikel wird anders, als das, was du sonst so kennst. Er spricht nicht die Wahrheit. Er ist eine Idee, die sich stetig weiter entwickelt und aus der du auswählen kannst, was du zu deiner Wahrheit machen möchtest. 

Dieser Artikel ist auch für all die Eltern interessant, die gerne sagen: „Mein Kind ist halt eine starke Persönlichkeit.“ und damit meinen, dass das Kind zu Hause eigentlich alle Entscheidungen trifft und bestimmt, was passiert. Denn er zeigt, was eine starke Persönlichkeit ausmacht. Und das hat nichts mit auf den Tischen tanzen zu tun. (Es sei denn man macht es, weil es so viel Spaß macht 😉). 

Eine kleine Warnung vorab 😉

ACHTUNG: Dieser Artikel könnte deine gewohnten Denkmuster ganz schön herausfordern. Bitte nur weiterlesen, wenn du wirklich bereit bist, neu über Kindererziehung nachzudenken und nicht nach einer Bestätigung dessen suchst, was du schon 100 fach gehört hast. 

Und ein weiteres ACHTUNG gilt allen Perfektionisten. Auch ihr solltet den Artikel nicht lesen. Denn er könnte euch in Stress stürzen, wenn ihr glaubt, all das perfekt umsetzen zu müssen. Es geht nicht um Perfektion. Es geht darum, dass wir uns als Menschen alle auf den Weg machen (und ich glaube, dass viele Erwachsene diesen Weg auch noch gehen dürfen) und damit den neuen Generationen eine neue Chance schenken.

Wir müssen anfangen, uns einzugestehen, dass wir nicht immer wissen, wie es geht. Aber auch, dass wir noch lange nicht wissen, wo das Potential der Menschheit endet (nicht in Bezug auf die Raumfahrt sondern in Bezug auf die emotionalen Grenzen und Möglichkeiten😉). Dieser Artikel soll einen neuen Weg eröffnen und dir nicht das Gefühl geben als Mutter versagt zu haben und sowieso niemals gut genug zu sein. Wir gehen gemeinsam auf diesem Weg und lernen dazu, damit unsere Kinder schonmal einen Schritt  weiter sind, als wir es waren.

 

Was für Eigenschaften zeichnen starke Kinder aus?

Dies ist ein YouTube Video. Sobald du auf das Video klickst, werden Daten an YouTube übertragen. Weitere Infos in unserer Datenschutzerklärung.

Zunächst sollten wir klären, was es bedeutet, wenn ein Kind stark ist. Welche Eigenschaften haben starke Kinder? Gibt es schwache Kinder? 

Für mich beinhaltet die Bezeichnung „starkes Kind“ alles, was ich mir für mein Kind wünsche. 

Ich wünsche mir, dass mein Kind

  • seine eigenen Stärken kennt und auslebt und weiß, welche Fähigkeiten es noch erlernen will und sich auf den Weg macht, um all das zu lernen, was ihn begeistert. 
  • motiviert seinen eigenen Weg geht und seine Träume verwirklicht, auch wenn es Menschen gibt, die nicht an ihn glauben oder andere Ideen für ihn haben. 
  • emphatisch mit anderen Menschen umgeht und erkennt, wenn Menschen ihn runtermachen wollen, um sich selbst besser zu fühlen. Ich wünsche mir, dass er dann mit Liebe reagiert und nicht mit Hass oder Selbsthass. 
  • so gefestigt ist, in sich, dass andere Menschen ihm nicht einreden können, das er schlecht, minderwertig oder wertlos ist. 
  • so stark ist, zu erkennen, dass kein Mensch wertlos ist – egal was er tut. 
  • seine Gefühle als Feedback nutzen kann, ob er sich gerade auf dem richtigen Weg befindet und dass er voller Freude, Begeisterung, Liebe, innerem Frieden sein Leben gestaltet. 
  • zu seinen Überzeugungen steht, auf sich selbst und seinen Körper aufpasst, nein sagen kann zu allem, womit er sich nicht wohl fühl, sich nicht mit anderen vergleicht, um so zu werden wie sie sondern ganz und vollständig zum Ausdruck bringt, wer er wirklich ist. 

All das ist für mich ein starkes Kind. Ich finde Stärke hat nichts mit Durchsetzungskraft oder Widerstand und Kampf für die Gerechtigkeit zu tun. Ganz im Gegenteil.

Stärke ist, die Welt akzeptieren zu können, wie sie ist und trotzdem dieses Kunstwerk mit seiner eigenen Vision zu bereichern und Lösungen zu finden für Herausforderungen, für die wir bis gestern noch keine Lösungen hatten. 

Das Gegenteil von Stärke

Lass uns vorab kurz klären, was denn das Gegenteil zur inneren Stärke ist. Denn natürlich gibt es keine schwachen Kinder. Und doch gibt es ein paar Lernerfahrungen, die das Leben ein kleines bisschen holpriger machen. Das muss ja nicht sein. 

Das Gegenteil von Stärke ist nicht Schwäche sondern Unsicherheit. 
  • Unsicherheit bei Kindern in stärke verwandelnDas Gefühl nicht gut genug zu sein. 
  • Sich mit anderen zu vergleichen und so sein zu wollen wie andere, weil man selbst nicht an seinen eigenen Wert glaubt. 
  • Sich nicht zu trauen, das zu tun, was man sich wünscht, weil man Angst hat zu versagen. 
  • Die Angst, nicht geliebt zu werden, wenn man sich nicht auf bestimmte Weise verhält.

Stärke bedeutet nicht, dass Unsicherheit nicht sein darf. Es gibt in uns eine Energie, die lässt uns in unserer Kraft sein und es gibt eine Energie, die macht uns unsicher. Wenn wir nicht in unserer Kraft sind, ist es viel schwieriger seinen Weg zu gehen und sich nicht ablenken zu lassen – egal ob in der Schule beim Lernen, in der Pause, wenn die großen einen zum Rauchen auffordern oder als Erwachsener, wenn man entscheiden muss, welchen Berufsweg man einschlägt. Kinder dürfen lernen, mit innerer Unsicherheit umzugehen und zu erkennen, dass sie selbst in der Lage sind, sich wieder in ihre eigenen Stärke zurück zu bringen. 

Ständige Widerworte sind keine Stärke

Ein starkes Kind hat nicht immer unbedingt Widerworte. Es muss auch nicht anderen ständig demonstrieren, dass es sich nichts sagen lässt. Noch geht es seinen Weg, ohne dabei auf seine Mitmenschen zu achten. Es weiß wer es ist und wer es sein will und ist hoffentlich stark genug sich nicht zum Opfer machen zu lassen und nicht alles für wahr zu halten, was die Gesellschaft ihm aufzudrücken versucht.

Um zu wissen, wie wir unser Kind zu dieser inneren Stärke erziehen können, müssen wir wissen, was wir ihm mitgeben dürfen. Deswegen kommt hier das Profil starker Kinder inklusive Gebrauchsanweisung 😉.

Andere mögen dieses Profil anders aufsetzten. Das ist ok. Ich möchte euch eine Inspiration geben, eine Idee davon, was sein könnte und keine Vorgaben in Stein meißeln. Such dir raus, was dir gefällt. Und so gehen wir gemeinsam den nächsten Schritt und machen die Welt noch ein bisschen schöner. 


1. Starke Kinder sind selbstbewusst

Starke Kinder sind sich ihrer selbst bewusst. Sie sind sich ihrer Gedanken und Gefühle bewusst. Und noch viel wichtiger: Sie sind sich bewusst darüber, dass ihre Gedanken ihre Gefühle auslösen. Die Stärke die dadurch entsteht ist unbezahlbar. Denn in dem Moment, in dem ein Mensch sich bewusst macht, dass er selbst seine Empfindungen beeinflusst, wird er unabhängig und frei von äußeren Umständen.

Dann sind nicht mehr die Lehrer schuld, die Mitschüler doof und der Raudi auf dem Schulhof der Bösewicht. Andere Menschen können dir kein schlechtes Gefühl geben, wenn du dir selbst bewusst bist, dass deine Bewertung dein Gefühl bedingt – nicht das Verhalten eines anderen selbst.

Während die Theorie noch absolut Sinn macht, ist genau das für viele Menschen die große Herausforderung. Wie sollen Kinder das also lernen, wenn selbst die meisten Erwachsenen erfahren, dass ihre Gefühle von Außen beeinflusst werden und nicht durch ihre Gedanken? 

Wie mache ich mein Kind selbstbewusster

Es bleibt nicht aus. Der wichtigste Schritt ist immer, dass wir als Eltern unseren Kindern mit gutem Beispiel voran gehen. Selbst wenn wir noch keine Perfektion erreicht haben, sollten wir zumindest daran arbeiten, unser Selbstbewusstsein zu stärken. Denn auch von unserem Weg können unsere Kinder viel lernen. Für alle die noch das Gefühl haben, dass es ihnen immer wieder schwer fällt, ihre Gedanken zu lenken und die sich stattdessen von ihren Gedanken gelenkt fühlen, ist es hilfreich, sich Unterstützung zu holen, um zu lernen, wie sich mit ein paar einfachen Übungen die Gedankenkontrolle wieder zurückholen lässt. 

Der erste Schritt, um bei Kindern das Selbstbewusstsein zu stärken ist, ihnen das Recht zuzugestehen, Erfahrungen selbst machen zu dürfen

– ohne Eingreifen von Außen oder Vorwegnahme möglicher Konsequenzen. Wenn sie von Anfang an sich selbst erfahren, werden sie sich auch bewusst darüber, wo ihre Grenzen sind. Sie lernen intuitiv, was sie sich zutrauen können und wo sie noch lernen müssen. Sie finden heraus, dass ihr Verhalten Konsequenzen hat, mit denen sie umgehen müssen. Das ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem starken Selbstbewusstsein. 

Der zweite Schritt der Bewusstheit ist, dass Eltern sich bewusst machen, was sie ihren Kindern erzählen.

Sagst du Sätze wie: „Oh ja, der Junge war wirklich gemein. Kein Wunder, dass du traurig bist.“ „Das ist ja wirklich unfair von der Lehrerin.“ Damit bringst du deinem Kind bei, dass andere Menschen die Macht haben, ihm ein schlechtes Gefühl zu geben. Sagen wir es ruhig mal so deutlich. Denn genau so ist es. 

Stattdessen könntest du dein Kind fragen: „Du bist traurig? Das sehe/ verstehe/ höre ich. Wie möchtest du dich stattdessen fühlen? Was können wir tun, damit du dich gut fühlst mit der Situation?“ oder ein einfaches „Und nu?“ ;). oder „Warum macht dich das traurig? Was könnte das Verhalten noch bedeuten, was dir ein besseres Gefühl gibt?“ Übersetzt die Fragen bitte in eure Sprache und passt sie dem Alter des Kindes an. Kinder dürfen auch mal traurig sein. Aber hütet euch davor, ihnen zu erklären, dass sie traurig sind, weil jemand anders etwas getan hat.

Können wir uns komplett davon befreien?

Ich habe früher auch nicht geglaubt, dass es möglich ist, sich komplett davon zu befreien. Ich dachte, es wäre Menschen gegeben, dass wir uns Gedanken machen, was andere über uns denken und uns deswegen gut oder schlecht fühlen. Bis ich es selbst erlebt habe, wie es ist, davon unabhängig zu sein. Doch in einer Gesellschaft in der wir es überall – teilweise sogar von Coaches und Psychologen – anders vorgelebt und gelehrt kriegen, bedarf es einer täglichen Pflege des Geistes, um sich dieses Selbstbewusstsein zu erhalten.


2. Starke Kinder sind empathisch

Empathie ist eine wichtige Fähigkeit, damit eine Gesellschaft funktionieren kann. So wichtig es für Kinder ist, sich ihrer Selbst bewusst zu sein, so wichtig ist es auch, dass sie sich ihrer Mitmenschen bewusst sind. 

Dabei geht es nicht nur darum, mit anderen Menschen mitzufühlen. Noch weniger geht es darum, mit anderen mitzuleiden. 

Mich in einen anderen Menschen hinein zu versetzen, ist wie in eine Hexenkugel zu gucken und die Zukunft vorhersagen zu wollen – in Filmen funktioniert das wunderbar, aber im richtigen Leben liegen wir zu oft daneben. 

Genau dieser Fehler – dass wir glauben, wir wüssten, was in anderen Menschen vorgeht – sorgt für das größte Leid vieler Menschen: Die Angst, was andere Menschen von ihnen denken. 

Was ist Empathie

starke kinder sind empathischIch habe letztens eine schöne Definition von Empathie gehört, die mich seitdem begleitet:

Empathie ist, mehr in einem Menschen sehen zu können, auch wenn er selbst es noch nicht sehen kann. Empathie ist, die Fähigkeit hinter dem Schmerz eines Menschen sein Licht zu sehen. 

Wir helfen einem anderen Menschen nicht, indem wir mit ihm mitleiden. Wir helfen anderen Menschen, wenn wir ihnen echtes, von Herzen kommendes Zutrauen in ihre Fähigkeit und Stärke schenken. Übrigens auch das größte Erziehungsgeheimnis. #Vertrauen 

Warum ist das eine Fähigkeit, die starke Kinder haben?

Um dich so auf einen anderen Menschen einlassen zu können, musst du ganz bei diesem Menschen sein. Die meisten Menschen denken im Kontakt mit anderen die ganze Zeit über sich nach: 

Habe ich das gerade falsch ausgedrückt?“ 

„Er hat so komisch geguckt, findet er das doof, was ich gesagt habe?“

„Ich würde ihr so gerne helfen. 

Es erfordert eine große Stärke sich einzugestehen, wie sehr unser Ego sich dahinter versteckt, dass es uns weismachen will, wir würden aus Großzügigkeit und Mitgefühl anderen helfen. Dabei will sich das Ego u.U. selbst einfach gut und großzügig fühlen – also aus purem Eigennutz. (Es kann sein, dass du hier eine große Portion Widerstand fühlst. Das ist ok. Anderen Menschen helfen zu wollen, ist ja etwas Großartiges. Es geht nicht um das Verhalten an sich, sondern darum, was die eigentliche Motivation dahinter ist. Denn diese kann entweder langfristig glücklich oder unglücklich machen.)

Es erfordert eine große Stärke, sich selbst für eine gewisse Zeit für so unwichtig zu nehmen, um dem anderen wirklich zu dienen (ACHTUNG:nicht aufopfern ist gemeint!!!).

Es bedeutet nämlich, es auch in Kauf zu nehmen, dass der andere dich doof findet, weil du ihm nicht das Mitleid gibst, was er haben möchte. Aber du weißt, dass du ihm mehr hilfst, wenn du Vertrauen in seine Kraft hast, als ihn in seiner Schwäche zu bestärken. Es ist die Stärke, sich keine Gedanken darum zu machen, was andere über einen denken – nicht weil andere Menschen einem drecksegal sind und man eh sein eigenes Ding durchzieht, (mir doch egal, was andere über mich denken)😉. Sondern aus der großzügigen, warmherzigen Liebe heraus, dass es deinem Kind eben nicht egal ist, wie es anderen Menschen geht. 

Puuh. Das ist ganz schön kompliziert. Nimm dir ruhig ein paar Wochen Zeit um da mal reinzuspüren. Der Unterschied ist fühlbar. 

Wie Kinder diese Fähigkeit über die Jahre erlernen, darüber haben wir hier gesprochen.

 


3. Starke Kinder wissen, was sie wollen

Starke Kinder wissen, was sie wollen und was sie nicht wollen. Sie wissen, was ihnen gut tut und Spaß macht. Egal ob es dabei um Hobbys oder Essen geht. 

Das ist nicht zu verwechseln mit dickköpfig sein und kompromisslos seine eigenen Vorstellungen durchboxen. Das entsteht meistens, weil das Kind gelernt hat, dass sie die Eltern immer rumkriegen, wenn sie nur lange genug dranbleiben und zur Not ein großes Theater veranstalten. Oder, dass sie anders nicht gehört werden mit ihren Bedürfnissen.

Mein Kind ist halt eine starke Persönlichkeit“, kann auch eine Refraiming sein für „Ich kann ihm einfach nichts abschlagen und gebe lieber nach, als das Theater auszuhalten.“ In Deutsch: Mein Kind manipuliert mich, wie es will 😉.  

Nicht jedes starke Kind braucht eine große weltverändernde Vision.

Aber jedes starke Kind hat eine Idee davon, was es sich vom Leben wünscht. Die kleinen Wünsche und vielleicht auch ein paar große. Denn diese Kinder sind deswegen stark und wissen, was sie wollen, weil ihnen niemand ihre Träume schlecht geredet hat. Weil ihnen niemand gesagt hat:

 „Feuerwehrmann ist aber ganz schön gefährlich.“ 

„Um Ballerina zu werden, bist du jetzt schon zu alt, außerdem macht das die Knochen kaputt.“ 

„Das Auto können sich nur reiche Menschen leisten.“ 

„Für den Beruf musst du aber besser in der Schule sein. So wird das nichts.“ 

Wenn Kinder träumen dürfen von all dem, was sie toll finden und sich wünschen.

Wenn Kinder lernen, dass sie sich selbst aus eigener Kraft ihre Wünsche erfüllen können (wie sie das lernen gibt es detailliert in unserem Online-Kurs), dann gestalten sie ihr Leben so, wie sie es sich vorstellen. Und das heißt nicht, dass jedes Kind, das mal Feuerwehrmann werden wollte, auch Feuerwehrmann wird. 

Es heißt, dass Kinder, die auf ihre inneren Wünsche und Träume hören durften, später nicht von ihrem Pfad abgekommen sind, weil sie sich den Wünschen und Träumen der anderen angepasst haben und versuchen diese zu erfüllen. Sie sind starke Kinder, weil sie ganz sie selbst sind und ihrem eigenen Weg folgen.

Und das beginnt schon bei der Frage: Was mache ich, wenn mein Kind nicht das essen möchte, was ich auf den Tisch gestellt habe.

Dann isst es das halt nicht. Du musst aber auch nicht um die halbe Welt fahren, um aus jedem Kontinent was zu essen zu besorgen, in der Hoffnung das richtige für dein Kind zu finden. Es sagt nein, und das ist ok. Wenn das, was es haben will nicht da ist, ist das auch ok. Ein Kind wird nicht freiwillig verhungern. Wenn du als Mutter keine Lust hast, extra zu kochen, darfst du das auch sagen.

Und ihr könnt gemeinsam eine Lösung finden. Auch kleine Kinder können sich selber schon ein Brot machen, eine Banane nehmen oder mit etwas Hilfe eine Portion Nudeln kochen. Du willst ja, dass dein Kind irgendwann eigenständig ist, also nutze die Chance, es in seiner Eigenständigkeit zu unterstützen. Und das tust du nicht, indem du für dein Kind ein komplett neues Essen kredenzt. 

Natürlich ist unsere Hilfe trotzdem noch viel gefragt. Wir lassen unsere Kinder ja nicht alleine. Aber wir unterstützen sie auf andere Weise als durch ständige Wunscherfüllung. Wir unterstützen sie, dass sie sich ihre Wünsche selber erfüllen – mehr und mehr. 


4. Starke Kinder haben den Mut, nichts zu wissen

Für starke Kinder ist es gleichzeitig vollkommen ok, wenn sie überhaupt keine Ahnung haben. Auch mal nicht zu wissen, was sie wollen. Sie müssten nicht immer alles wissen. Und Sie halten es aus, sich auf den Weg zumachen, sich Wissen anzueignen und herauszufinden, was sie wollen. 

Sie sehen das Lernen als nicht endenden Teil des Lebens und suchen bereitwillig neue Herausforderungen, an denen sie wachsen und lernen müssen, um sie zu meistern.

Was können Eltern tun

Tja, wer hätte das gedacht. Auch hier sind wir Eltern natürlich wieder Vorbilder. Haben wir Angst was falsch zu machen? Haben wir Angst zuzugeben, dass wir etwas nicht wissen? Sind wir froh, dass wir aus der Schule und der Ausbildung raus sind und wir nicht mehr lernen müssen? 

Kinder müssen Fehler machen dürfen

Auch ist es wichtig, dass sie Fehler machen dürfen. Denn Fehler gehören zum Lernen dazu. Anstatt Fehler anzukreiden oder zu berichtigen, sollten wir Kinder selbst herausfinden lassen, wie es noch besser geht. Wenn wir in diesen Prozess nicht ständig eingreifen, werden sie Lernen zur Exzellenz bringen. 

Ein Baby hat den Mut, das Krabbeln und Laufen auszuprobieren, auch wenn es noch keine Ahnung davon hat. Es hat den Mut immer wieder hinzufallen, sich festzuhalten, Pause zu machen und Rückschritte einzustecken, bis es irgendwann den ersten Schritt alleine geht. Solange bis Eltern meinen, sie müssten dem Kind erklären, wie etwas funktioniert. Dann fangen Kinder an, sich mehr auf die Lösung anderer als auf sich selbst zu verlassen. Du siehst also, Kinder haben diese Eigenschaften von Geburt an. Wir müssen sie ihnen gar nicht beibringen.


5. Starke Kinder akzeptieren andere

Andere Menschen so zu akzeptieren wie sie sind, mit all den Entscheidungen, die sie treffen ohne sie anders oder besser haben zu wollen, ist eine der größten Stärken, die sich ein Mensch erhalten kann. Ein Baby tut das mit seinen Eltern. Und ich finde, dass Kinder lernen sollten, sich das zu behalten, wenn es darum geht, sie stark zu machen. 

Denn wir können andere Menschen nicht verändern, wir können sie nur inspirieren.

Doch das funktioniert nur, wenn das Kind sein eigenes Wohlbefinden nicht von anderen abhängig macht. Solange wir von anderen erwarten, dass sie uns glücklich machen und ihnen die Schuld an unserem Unglück geben, werden wir andere Menschen immer so verändern wollen, dass es für uns am besten ist. Auch wieder so ein Ego-Ding.


6. Starke Kinder sagen ja

Starke Kinder sagen ja zu Möglichkeiten und zu Erfahrungen. Sie sagen ja zu Herausforderungen. 

Sie sagen nicht grundsätzlich ja zu allem, denn sie wissen, was sie sich zutrauen können und was nicht. 

Aber sie haben keine Angst davor, Neues auszuprobieren oder Fehler zu machen und lassen sich deswegen auch nicht davon abhalten, etwas zu tun. Sie sagen ja zum Leben und können das Leben voll auskosten.


7. Starke Kinder sagen nein

Wie oft hast du schon ja zu etwas gesagt, um vor einem anderen Menschen nicht schlecht da zu stehen, obwohl du keine Lust hattest oder dir damit zusätzlich Stress aufgehalst hast?

Starke Kinder lernen, dass sie nein sagen dürfen, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Und sie lernen, dass sie sich nicht überreden lassen müssen. Dafür müssen sie die Erfahrung machen, dass ihr nein akzeptiert wird und dass sie auch wenn sie nein sagen, genauso geliebt werden. 

Dann entwickeln sie das Vertrauen, nein zu sagen. Wie oft hast du ja gesagt, aus Angst, dass du eine Chance nie wieder bekommst? Vertrauen in das Leben und Vertrauen in sich selbst ist eine wichtige Grundlage, um nein sagen zu können. 


8. Starke Kinder haben Vertrauen

Starke Kinder vertrauen auf das Leben. Das heißt, sie vertrauen darauf, dass Chancen auf der Welt überall sind. Dass sie nur vorbereitet sein müssen, damit sie die Chancen ergreifen können, die sie entdecken. 

Sie vertrauen auf ihre Fähigkeiten, dass sie in der Lage sind, Chancen zu nutzen, Herausforderungen zu meistern, Lösungen zu finden, Hilfe zu erhalten, Erfolge zu erzielen, mit Rückschlägen umzugehen, neues zu erlernen, …

Sie vertrauen darauf, dass das Leben es gut mit ihnen meint und nicht gegen sie spielt.


9. Starke Kinder können ihre Gefühle als Wegbegleiter nutzen 

Gefühle sind so eine Sache. Als Menschen sind wir nunmal in der Lage, die ganze Bandbreite an Gefühlen zu spüren. Trotzdem sind wir ihnen nicht heillos ausgeliefert. 

Für Kinder sind Gefühle erstmal etwas ganz neues und sie wissen am Anfang noch nicht, wie sie damit umgehen sollen. Das dauert auch seine Zeit. Denn je älter sie werden, desto mehr differenzieren sich die Gefühle. Das liegt daran, dass wir mehr Denken und unsere Gefühle Resultate unserer Gedanken sind. 

Was ist nun der richtige Umgang mit Gefühlen?

Was sollten Kinder lernen? Dürfen sie wütend sein? Sollten sie ihre Wut kontrollieren? Dürfen sie ihre schlechte Laune an mir auslassen? Ist das Ziel, dass Kinder immer glücklich sind? 

Gefühle sind ein Feedback darüber, ob wir gerade auf einem Weg sind, der uns in einer unliebsamen Vergangenheit festhält oder ob wir gerade eine noch schönere Zukunft erschaffen.

Deswegen sind alle Gefühle wertvoll – auch die weniger angenehmen. Doch es ist nicht das Ziel, lange in Gefühlen wie Wut, Ärger, Unglück,… zu verweilen. Wahrnehmen, dankbar annehmen und den (Gedanken) Kurs so korrigieren, dass der Pfad wieder in Richtung großartiges Jetzt und fantastische Zukunft zeigt.

Natürlich dürfen Kinder wütend oder traurig sein.

Wenn sie von Beginn an ihren Gefühlen Ausdruck geben dürfen, gehen sie viel schneller durch sie hindurch. Wenn sie jedoch Sätze hören wie

  • „Sei doch nicht traurig.“
  • „Du musst doch deswegen jetzt nicht ärgerlich werden.“
  • „Das ist doch nicht so schlimm.“ ,

dann kann es gut sein, dass sich die Gefühle aufstauen. Und statt 5 Minuten wütend sein und anschließend eine Lösung finden, ist das Kind 3 Tage beleidigt.

Trotzdem müssen Eltern nicht der Mülleimer ihrer Kinder sein.

Du musst es nicht akzeptieren, dass dein Kind seine Wut an dir auslässt. Wut darf sein, aber nicht so, dass sie andere Menschen verletzt. Auch das können Kinder lernen. Wir können sie in ihrer Emotionalität sehen, ohne dass wir alles mit uns machen lassen.


8 Wege um starke Kinder zu erziehen

Wie können Eltern ihre Kinder stark machen?

  1. Als Vorbild voran gehen
  2. Sie solange wie möglich zu Hause aufwachsen lassen und frühestens ab dem 3. Jahr in eine Fremdbetreuung geben (Sorry.😏 Warum das so ein wichtiger Punkt ist erfährst du hier (Warum Kinder Empahtie zu Hause lernen und nicht in der Krippe) und hier (Ab wann ist der Kindergarten sinnvoll).  
  3. Ihnen einen sicheren Raum schaffen, in dem sie sich selbst erfahren können, in dem sie ungehindert ausprobieren können, Fehler machen ohne dafür berichtigt zu werden und lernen aus Eigenmotivation heraus. 
  4. Uns bewusst machen, wie wir mit den Kindern kommunizieren. Sie mit unseren Worten nicht einschränken und ihnen mit unseren Worten und Taten mitgeben, was es bedeutet selbstbewusst, stark, empathisch zu sein. 
  5. Aufhören sich mit der Schuldfrage zu beschäftigen, wenn etwas nicht so läuft wie gewünscht und stattdessen Lösungen finden. 
  6. Das Nein der Kinder akzeptieren. 
  7. Ihre Wünsche und Träume nicht kaputt machen, sondern ihnen zuhören. 
  8. Nicht abwertend oder verurteilend über andere Menschen und ihre Entscheidungen sprechen, sondern andere so akzeptieren wie sie sind. Jeder Mensch ist wertvoll. Auch wenn manche Menschen Verhaltensweisen an den Tag legen, die ihr Licht ganz schön verstecken, so ist es trotzdem da – irgendwo in ihnen. 
  9. Unseren Online-Kurs machen 😉. 

Kinder von Anfang an stark erziehen

Am leichtesten ist es, wenn wir Kinder von Anfang an so begleiten, dass sie eine innere Stärke durch Selbsterfahrung erhalten und ausbauen können. Denn je früher wir anfangen, desto weniger ist dieser natürliche Prozess schon unterbrochen worden durch Erziehung. 

Selbstbewusstsein und innere Stärke sind eine natürliche Konsequenz, wenn wir vertrauen. Deswegen legen wir in unserem Kurs so viel Wert darauf, natürliche Lernprozesse für die Kinder zur Verfügung zu stellen. Doch auch wenn du erst später dein Kind stärken möchtest, ist das möglich. Wir lernen immer. 


Wie kann ich mein Kind stärken, wenn es unsicher ist?

Übungen, die Kinder stark machen

  • Arme für zwei Minuten nach oben nehmen, wie ein Sieger. Sich an eine Klimmzugstange hängen, im X in einen Türrahmen klettern oder ein Buch auf dem Kopf balancieren. Alles, was unseren Körper aufrichtet, besonders wenn die Arme nach oben gehen, lässt lauter tolle Hormone durch unseren Körper schießen, die uns stark, zuversichtlich, selbstbewusst werden lassen. 
  • Erfolgserlebnisse: Wenn sie aus eigener Kraft etwas schaffen können – ohne dass die Eltern die eigentliche Arbeit erledigt haben oder hinterher noch ein paar Korrekturen und Tipps zum besten geben. Echte Erfolgserlebnisse durchfluten den Körper mit Glückshormonen, auch wenn die Herausforderung noch so klein war. Also bauen, basteln, lernen, ausprobieren, klettern, jonglieren, spielen, malen, singen, tanzen, kochen, putzen, aufräumen, umräumen, … erlebt Dingen, unternehmt Dinge, wo ihr (alle) Erfolgserlebnisse habt. Jeder für sich. Jeder hat seinen eigenen nächsten Schritt zu gehen, seinen eigenen nächsten Hügel zu erklimmen. Du musst dich als Elternteil nicht zurücknehmen und unter deinen Möglichkeiten bleiben. Ganz im Gegenteil. Für dein Kind ist es viel wertvoller, wenn es dich dabei beobachtet, wie du auch Sachen ausprobierst, die du noch nicht kannst und dabei über dich hinaus wächst. 
  • Vermeide Sätze wie: „Du bist toll.“ „Du bist talentiert.“ „Du kannst das gut.“  „Du bist so schlau.“ Das sorgt bei dem Kind dafür, dass es den Druck verspürt, diesem Anspruch immer wieder zu genügen und deswegen wird es weniger ausprobieren, aus Angst, das Gegenteil zu beweisen. (Einen ausführlichen Podcast dazu unter dem Thema „Wie lernen Kinder“ haben wir hier.) Legt den Fokus auf den Prozess. „Guck mal, wie viel wir heute schon geschafft haben.“ „Gute Arbeit.“ „Schön zu sehen, wie viel Spaß dir das Üben/ Training macht.“ 
  • Alles was den Körper involviert und Spaß macht. Jede Form der Bewegung mit Spaß und ohne Leistungsdruck. 
  • Worte voller Liebe, Umarmungen, Kuscheln.
  • Bedingungslose Liebe. Wenn Kinder erfahren, dass sie geliebt werden auch in Momenten in denen sie sich nach Ansicht der Eltern „falsch“ verhalten haben, werden sie stark. 

Ein Kind emotional stärken

Ich bin ja kein Freund davon, als Elternteil die Kinder wie in einer Therapiesitzung zu coachen. Da muss ich immer an Türkisch für Anfänger und Therapeuten-Öko-Mami Doris denken. Ich finde es viel eleganter, ihnen indirekt Fähigkeiten zu vermitteln. Emotionale Intelligenz ist das Wahrnehmen eigener Gefühle, das wahrnehmen der Gefühle anderer und der Umgang mit beidem. Wie soll das gehen? Hier ein paar wichtige Punkte.

Wahrnehmung und Umgang mit eigenen Gefühlen

  • Kindern nicht sagen, dass ihre Emotionen falsch sind. „Sei doch nicht traurig.“ „Du brauchst keine Angst haben.“ „Jetzt hab dich mal etwas besser unter Kontrolle.“
  • Nimm seine Emotion ernst. Für das Kind ist das gerade sehr real.
  • Schenke deinem Kind Ruhe und Zuversicht. Übe dich darin, dass du nicht mit deinem Kind mitleidest oder selber wütend wirst. Je mehr Vertrauen du ausstrahlst, desto besser kannst du deinem Kind Sicherheit geben. Dein Kind tut nichts gegen dich. Es tut die Sachen für sich.
  • Frage nach, was es so traurig macht. Wovor es Angst hat. Was es so wütend macht. Und höre aufmerksam zu. Du musst nicht einmal eine Lösung parat haben. Du kannst einfach nur zuhören.
  • Wenn du merkst, dass dein Kind wieder offen ist für eine Veränderung, hilf ihm, seine Gedanken zu verändern. Ihr könnte Zaubern oder ein Spiel daraus machen, um das zu verwandeln wovor es Angst hat, ihr könnt neue lustige Bedeutungen finden zu etwas, was dein Kind wütend gemacht hat, ihr könnt euch die Zukunft in den schönsten und buntesten Farben ausmalen und die Wünsche mal richtig großwerden lassen, wenn etwas gerade nicht so läuft, wie geplant.

Wahrnehmung und Umgang mit Gefühlen anderer

  • Dein Kind ist mit dieser Fähigkeit geboren worden. Vom ersten Tag an können Kinder spüren, ob es ihren Eltern gut geht oder ob sie Stress haben. Es ist ein Überlebensinstinkt. Über die Fähigkeit, die Emotionen ihrer Eltern zu lesen, erfahren Kinder, ob sie in Sicherheit sind oder nicht. Anstatt Kindern Empathie beibringen zu wollen, müssen wir darauf achten, ihnen diese Fähigkeit nicht abzutrainieren.
  • Stress sorgt dafür, dass Menschen in den Überlebensmodus schalten. Und im Überlebensmodus konzentriert sich ein Mensch mehr auf sich selbst als auf andere. Das gilt auch für Kinder. Entspannung ist eine wichtige Grundlage, damit das Kind seine Empathie-Fähigkeit nicht verliert und weiterentwickelt.
  • In den ersten 3 Jahren legst du die Grundlagen, indem du für dein Kind da bist, auf seine Bedürfnisse eingehst, ihm hilfst, sich über Körperkontakt zu regulieren. Wenn dein Kind von dir Mitgefühl erhält, Wärme erfährt, du auf es eingehen kannst – auch ohne dass es Worte dafür braucht, lernt es die Grundlagen, auf die es später aufbauen kann.
  • Sei Vorbild und sei präsent und liebevoll bei deinem Kind. Dann entwickelt es auch eine Strategie, wie es mit anderen umgehen kann.
  • Zu frühe und zu lange Fremdbetreuung ist da leider oftmals nicht hilfreich. Um Empathie zu lernen, brauchen Kinder wichtige Bezugspersonen, die ihnen Empathie entgegen bringen. Das ist bei den meisten Fremdbetreuungen nicht möglich, da zu viele Kinder auf zu wenig Betreuer verteilt sind. Das heißt nicht, dass Kinder nicht empathisch sind, die in die Krippe gehen. Um Gottes Willen. Aber wenn dein Kind fremdbetreut wird, solltest du dir bewusst machen, dass die gemeinsamen Stunden mit deinem Kind umso wichtiger sind.

Körperliche Stärke und starke Kinder

Was hat körperliche Stärke mit innerer Stärke zu tun? 

Müssen wir alle durchtrainiert und athletisch sein, um stark zu sein? Ist der mit den stärksten Muskeln auch der stärkste Mensch? Haben die amerikanischen Highschool Filme recht, wenn sie die sportlichsten Kinder zu den großen Helden und Leadern machen? 

Ja.

Und natürlich nein 😉. 

Die Biologie unseres Körpers, seine Beschaffenheit, die Stärke des Immunsystems, die Energie mit der wir morgens aufstehen, all das ist ganz eng verzahnt mit unseren Gedanken. Gedanken sind die Befehle vom Gehirn an den Körper bestimmte Hormone auszuschütten. Diese Hormone bedingen unsere Gefühle und unsere Körperchemie. Starke Gedanken erzeugen einen starken Körper – aber nicht notwendigerweise einen athletischen Basketball-Star 😉. 

Und gleichzeitig wirkt sich eine starke Körperhaltung positiv auf die Biochemie des Körper, auf die Gedanken, das Selbstvertrauen und die eigenen Fähigkeiten aus. Ein starker Körper und ein starker Geist lässt sich nicht trennen. 

Vielleicht eine kurze Story aus meinem Alltag.

Ich unterrichte seit über 15 Jahren Menschen im Tanzen. Und immer mal wieder kommt es vor, dass mich im Unterricht jemand als Hexe bezeichnet😉. Sie ist eine Hexe, sie kann in unsere Köpfe gucken.“ Weil ich mal wieder exakt die Gedanken der Tänzer auf der Fläche wiedergeben konnte. 

Die Körper der Menschen, die ich unterrichten darf erzählen mir vieles. Ich weiß, was sie denken, während sie tanzen (ich habe es überprüft😉) und ich sehe wo ihre Stärken und ihre Herausforderungen liegen. Als guter Beobachter kann man fühlen, wie sie sich selbst im Wege stehen. Zeig mir wie du tanzt und ich sag dir wer du bist. 

Gleichzeitig ist ein wichtiger Faktor heute, um glücklich und selbstbewusst zu sein, sich pudelwohl im eigenen Körper zu fühlen.

Gerade in der heutigen Instagram und Co Zeit, ist es sooo wichtig, dass Kinder ihren eigenen Körper lieben und wertschätzen lernen und sich nicht andauernd mit andern vergleichen. Menschen, die sich in ihrem Körper wohl fühlen haben eine andere Ausstrahlung als Menschen, die sich und ihren Körper verstecken wollen – übrigens vollkommen unabhängig von der tatsächlichen Körperform. Diese Ausstrahlung ist das Ergebnis einer inneren Stärke und nicht einer äußeren Schönheit. 

Ich finde das Kinder genau das erhalten bleiben sollte. 

Ich möchte es nicht nochmal wiederholen, aber wusstest du, dass jugendliche Mädchen an ihrem Körper in den meisten Fällen genau die Körperstellen verabscheuen, die auch ihre Mütter an sich verabscheuen? Hm. #dubistVorbild

Wie können wir Kinder körperlich stark machen?

  1. Gesunde Ernährung
  2. Selbstheilungskräfte verstehen lernen
  3. Power Posing
  4. Spaß an Bewegung
  5. Den Körper kennen lernen und einschätzen lernen (Laufen, Toben, Rangeln, Turnen, Balancieren, Spielen, Jonglieren, Schaukeln, Hüpfen, Schwingen,…)
  6. Sensorische Erfahrungen schon für die ganz Kleinen 
  7. Koordinationsübungen (Life Kinetik hat hier ganz tolle Ideen): Wenn du Dinge tust, die dir koordinativ schwer fallen, dann lernst du gerade am meisten und knüpfst die meisten neuen Verbindungen
  8. Unseren eigenen Körper lieben
  9. Dem Kind zeigen, was der Körper jeden Tag leistet, um uns gesund und fit zu halten, und dass das, was wir als Krankheit bezeichnen, ich Wirklichkeit Lösungen des Körpers sind, um uns wieder gesund zu machen, wenn Umweltgifte, ihn aus dem Gleichgewicht gebracht haben. 
  10. Sie nicht andauernd über ihre körperliche Grenze hinaus puschen, sondern ihnen beibringen, dass Pausen wertvoll sind, damit der Körper Kraft aufbauen kann.

Es gibt noch haufenweise zu diesem Thema zu sagen. Wie ist das mit Durchsetzungskraft? Was ist mit Mobbing? Mehr dazu gibt es ganz bald in anderen Blogartikeln und Podcasts.

Kindererziehung ist eine Abenteuerreise

 

Emotionale Überforderung bei Kleinkinder

Verstehen. Vorbeugen. Beschützen.
Hier erfährst du 5 Punkte, die dein Kleinkind im normalen Alltag emotional überfordern können. 
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