Emotionale überforderung beim Kleinkind
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Kinder richtig loben

Es ist wieder so weit: Miriam hat sich selbst ertappt und festgestellt, dass sie ihren Sohn manchmal automatisch lobt. Viele Eltern sind es einfach gewohnt, ihr Kind häufig am Tag zu loben und wollen wissen wie man Kinder richtig loben kann. Das ist für uns ein Anlass über Alternativen zu sprechen, um bei Kindern die intrinsische Motivation zu erhalten. Wertschätzung und Aufmerksamkeit sind langfristig viel besser und können ebenso auf eine schöne Weise kommuniziert werden wie ein Lob.

Viel Spaß beim Ausprobieren

deine Miriam und Cathrin

 


Blogartikel zum Podcast (Im Blogartikel findest du nicht alle Informationen aus der Podcast-Episode. Daher hör doch gerne auch in den Audiobeitrag rein)

Diesmal knüpfen wir an das Thema Loben bei Kindern an. Denn auch wenn viele bereits wissen, dass Lob und Bestrafung eng miteinander verbunden sind, fehlt es häufig an Alternativen. Nur lächeln oder dem Kind zunicken reicht dir vielleicht nicht aus, weil du deinem Kind eine positive verbale Rückmeldung geben möchtest für das, was es in deinen Augen gut gemacht hat.

Wie lobt man Kinder richtig? - Was ist die richtige Reaktion?Kinder richtig loben ist also nicht so einfach, zumal man sich vielleicht eingeschränkt fühlt oder lange über eine richtige und angebrachte Reaktion nachdenken muss.

Auch bei Miriam war es so, dass sich einige Lobworte beinahe unbemerkt eingeschlichen haben, wenn sie sich über etwas gefreut hat. Und so hat sich Miriam auf die Suche nach Alternativen gemacht. Diese Alternativen sollen nicht helfen Kinder richtig zu loben, sondern vielmehr durch Wertschätzung Verbindung zu deinem Kind aufbauen. Denn diese neuen Reaktionen sollen nicht die Nachteile haben, die häufiges loben mit sich bringt. 

Dafür ist es hilfreich sich einen Plan zu machen und aufzuschreiben, was man stattdessen sagen oder tun kann. 

So legt man sich bereits passende Alternativen im Kopf zurecht, um schnell und einfach anders reagieren zu können. Denn loben tun viele Eltern sehr häufig am Tag automatisiert, also ohne großartig darüber nachzudenken und ohne dass es ihnen bewusst ist. Und erst wenn es einem bewusst wird -so wie Miriam es bei sich entdeckt hat- können wir anders handeln. Dazu brauchen wir natürlich auch eine Auswahl an neuen Möglichkeiten. 

Kleinkinder richtig loben - Wenn Eltern sich mitfreuenWillst du deine Kinder richtig loben, dann haben wir hier zwei Sachen für dich, die für Miriam super funktionieren und mit denen sie total glücklich ist ;)! 

Vielleicht kannst du damit etwas anfangen und es mehr und mehr in deinen Familienalltag integrieren.

  1. Ein Wort, was total gut als Rückmeldung funktioniert ist das Wort „Danke“. Wenn dein Kind Dinge macht, um das du es gebeten hast, ist es naheliegend danke zu sagen. Denn so würden wir es doch auch bei anderen Menschen -wie unserem Partner oder einer Freundin- tun oder es uns von anderen Menschen wünschen. Das klingt für dich bestimmt logisch und viele denken, dass sie das doch so machen. Doch automatisch kommt bei vielen Eltern häufig nicht nur ein „danke“ sondern eher ein „danke, dass hast du aber toll gemacht“ oder nur ein „das hast du super gemacht“ aus dem Mund geschossen ;).
  2. In Situationen, in denen du dein Kind nicht um etwas gebeten hast, du aber super cool findest was es tut, hat Miriam eine andere Möglichkeit gefunden ohne Kinder richtig loben zu müssen. Etwas um deinem Kind zu signalisieren, dass du wahrnimmst, dass es dir helfen will oder dass du präsent bist und mitbekommst, dass es etwas Neues gelernt oder entdeckt hat. In solchen Fällen ist es eine gute Möglichkeit zu verbalisieren, was das Kind gerade tut oder getan hat. Zieht dein Kind z.B. Schuhe an, dann kannst du sagen: „oh, du ziehst dir Schuhe an“. Du beschreibst also nur das was du gerade siehst. Du guckst was dein Kind gerade macht und fasst es in Worte und bist so in Verbindung mit deinem Kind. Diese Art der Rückmeldung kann auch deine Freude darüber transportieren ohne, dass du es wie in einem Lob bewertest. Denn häufig sind Kinder von sich aus stolz auf das was sie tun und du teilst durch die Rückmeldung diesen Moment mit deinem Kind. 

Lob verstärkt Verhalten!

Somit manipulieren wir Kinder mit ständigem Lob und sorgen dafür, dass das Verhalten eines Kindes nicht mehr selbstmotivierend ist.

Kinder loben - Fehlende Rückmeldungen wirken wie BestrafungenImmer gar keine Rückmeldung zu geben wirkt wie eine Bestrafung!

Ohne Rückmeldungen in Form von angucken, berühren oder wie oben beschrieben zu zeigen, geht es auch nicht. Denn das wirkt wie eine Bestrafung auf das Kind, da ignorieren eine der höchsten Strafen im sozialen Verhalten darstellt. Und wir wollen doch, dass sich Kinder weiter freuen und gerne Dinge entdecken und für sich und die Gemeinschaft tun.

Daher braucht es Alternativen im Umgang mit Kindern und besonders in Bezug darauf, wie man Kinder richtig lobt. 

Diese beiden Punkte kannst du vielleicht auch für dich und dein Kind nutzen, um dein Kind zu stärken und in Verbundenheit mit ihm zu sein. 

Nur achte darauf, dass der Ton die Musik spielt ;)! 

Denn diese Sätze kannst du ebenso mit einer Betonung von erstaunt sein oder mit einer Betonung von Lob aussprechen. Hier geht es jedoch darum Freude zu teilen und dein Kind in seinem Tun wahrzunehmen. Dabei geht es wie immer nicht um Perfektion, sondern darum, noch mehr Leichtigkeit in dein Familienleben zu bringen. Denn wenn du auf diese Art auf dein Kind reagierst wirst du erstaunt sein, wieviel dein Kind aus der Freude heraus für die Gemeinschaft tut. Mit dieser Intention werden Kinder geboren und dieses sollten wir ihnen erhalten. 

Kinder richtig loben - mit deinem Kind in Verbindung seinVielleicht fallen dir noch andere tolle Möglichkeiten ein, mit denen du in solchen Situationen in Verbindung mit deinem Kind sein kannst. 

In denen man statt Kinder richtig zu loben wertschätzend auf sein Kind reagieren kann. Wenn dir also etwas einfällt, dann schreib es auf. Denn dann hast du eine Referenzerfahrung für dein Unterbewusstsein geschaffen, auf die es mehr und mehr zurückgreifen kann. Je mehr ihr es anwendet, desto selbstverständlicher wird es bei euch im Alltag integriert. Und das muss nicht von heute auf morgen perfekt funktionieren ;)!

Für mehr Verständnis höre gerne in die Podcastfolge am Anfang des Blogartikels rein ;)

Emotionale Überforderung bei Kleinkinder

Verstehen. Vorbeugen. Beschützen.
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