119 Wenn Kinder schlechte Lehrer haben

Wenn Lehrer immer schuld sind

Wenn Kinder schlechte Lehrer haben


Sind Lehrer wirklich immer schuld? Zunehmend beobachten wir Schüler, die Lehrer für schlechte Noten verantwortlich machen und sich und ihre Lern- und Arbeitsweise wenig reflektieren. Doch wenn Lehrer immer Schuld sind und es ihren Schülern nicht mehr recht machen können, dann haben auch Schüler nur bis zu einem bestimmten Grad die Möglichkeit Einfluss auf ihre Zensuren und den Spaß am Lernen, sowie an der Schule zu nehmen.
Warum es so wichtig ist, die Eigenverantwortung zu stärken und die Schuldfrage einfach mal beiseite zu schieben, haben wir diesmal für dich aufgenommen!
Viel Spaß beim Hören wünschen dir
Miriam und Cathrin
Dieser Podcast erscheint wöchentlich. Wie du ihn ganz leicht auf deinem Smartphone abonnieren kannst erfährst du hier.


Shownotes:

Skript Folge 119

(Leider haben wir im Skript nicht immer alle Informationen aus dem Podcast zusammentragen können. Daher empfehlen wir dir, die gesamte Folge anzuhören. Oben findest du den Player dieser Folge ;))

Wir haben festgestellt, dass wenn Schüler von der Schule erzählen, dass häufig die Lehrer an allem Schuld sind.

Geht es im Unterricht zu schnell oder zu langsam voran – der Lehrer ist Schuld. Sind die Noten nicht so, dass es den eigenen Vorstellungen entspricht, dann hat der schlechte Lehrer den Unterricht nicht richtig vorbereitet oder etwas anderes in der Klausur drangenommen als vorher geübt wurde.

Die Selbstreflektion der Schüler scheint mehr und mehr verlorengegangen zu sein und die Schüler sind die Opfer der Umstände!

Doch den Schülern hilft es nicht immer dann, wenn die Note schlecht ist oder sie in der Schule nicht mitkommen, die Schuld dem Lehrer zu geben.

Denn immer dann, wenn Schüler das tun, können sie selbst nichts an der Situation verändern, dann sind sie ausgeliefert.

Wenn wir uns mit Lehrern oder Erziehern unterhalten, erfahren wir genau das. Lehrer und Erzieher sind oft mehr damit beschäftigt mit Eltern zu diskutieren und sich zu rechtfertigen, als dass sie sich um die Kinder und den Unterricht bzw. die Aktionen im Kindergarten kümmern können.

Das Verhalten der Eltern, nämlich den Lehrkräften Schuld zuzuweisen, beobachten wir genauso bei den Schülern der 11. Klasse. Die gleichen Diskussionen darüber, dass die Arbeit zu lang, zu schwer, oder zu schlecht vorbereitet war.

Oft wird auch bereits, wenn die Kinder noch klein sind, zu Hause negativ über die Schule oder die Lehrer gesprochen und den Kindern Recht gegeben wenn sie sagen, dass der Lehrer gemein und ungerecht ist.

Wenn wir davon ausgehen, im Universum gibt es keine Wertung, und du erschaffst deine Welt mit dem was du denkst und wie du danach handelst, dann gibt es auch keine Wertung ob das eine Modell -der Lehrer ist schuld- gut und das andere -z.B. du stellst dir andere Fragen um rauszubekommen was der Lehrer erwartet- schlecht ist. Du hast die Möglichkeit in beiden Modellen zu leben.

Wenn du dich entscheidest in dem Modell zu leben, in dem es viele schlechte Lehrer gibt, dann wird sich immer etwas finden was schlecht ist.

Es wird Arbeiten geben, die zu schwer sind, es wird Lehrer geben, die den Unterricht zu langsam aufbauen oder auch zu schnell. Dann sind immer die Lehrer schuld. Für uns stellt sich die Frage, welches Modell mehr Sinn macht bzw. euch das Leben erleichtert.

Welches Modell gibt deinen Kindern etwas mit, was es ihnen später ermöglicht ein Leben aktiv zu gestalten?

Wenn der Lehrer schuld ist, dann hat dein Kind keine Gestaltungsmöglichkeiten, sondern ist dem Lehrer ausgeliefert.

Das andere Modell bedeutet auch nicht, dass du schuld bist oder deine Kinder! Das andere Modell bedeutet, dass dein Kind die Chance hat etwas anderes zu machen um ein anderes Ergebnis zu erzielen und das ohne, dass der Lehrer sich verändert.

In der Schule funktioniert es nicht ein Modell zu nehmen und das auf andere Lehrer zu kopieren. Lehrer legen auf unterschiedliche Sachen Wert und jeder Lehrer ist, wie jeder Schüler auch, anders. Jeder Lehrer hat seinen eigenen Bewertungsmaßstab.

Was wir unseren Kindern mitgeben dürfen ist die Flexibilität zu lernen, sich auf andere Menschen einzustellen und herauszufinden was das ist, was das Kind jetzt braucht um in der entsprechenden Situation erfolgreich zu sein.

Dabei geht es nicht darum unreflektiert durchs Leben zu rennen und sich nur noch anzupassen, sondern dazu in der Lage zu sein Situationen nicht immer zu generalisieren, dafür aber in der Lage zu sein sich auf neue Situationen einzustellen. Und das ist nicht erst im Erwachsenenalter der Fall, sondern bereits in jungen Jahren in der Schule, bei anderen zu Hause oder beim Spiel mit den Freunden.

Anstatt dass sich die Kinder also die Frage zu stellen, was der Lehrer falsch macht sollten sie sich fragen, wie und was sie von ihm lernen können.

Dein Kind übernimmt, wenn es flexibel ist, für sich die Führung. Es hat es in der Hand etwas zu verändern und anders auf die Situation zu reagieren.

Je besser sich dein Kind auf die Situation einstellen kann und seine Stärken einbringen kann, desto erfolgreicher wird es im Leben sein.

Das erleichtert das Leben in der Schule und später im Beruf enorm.

Vielleicht könnt ihr anfangen zu Hause andere Fragen zu stellen. Fragt eure Kinder was das Gute ist, was der Lehrer unterrichtet, was der Lehrer von deinem Kind erwartet, was dein Kind anders machen kann um dem Unterricht besser zu folgen. Wie kann sich dein Kind das Lernen leichter machen? Die Lösung darf auch nicht heißen, dass dein Kind  ständig hört, dass es zu faul ist und ihr Druck und Stress in das Thema Schule bringt.

Ihr könnt den Lehrer nicht verändern, aber ihr könnt euer Verhalten und euren Fokus verändern.

Traut euern Kindern wieder mehr zu, so dass sie Verantwortung übernehmen, sich selbst reflektieren und eine Lösung finden leicht durch die Schule bzw. das Leben zu kommen und es zu genießen.

Kommt schon im Kleinen davon weg die Lehrer als schlechte Lehrer hinzustellen und ihnen die Schuld zu geben und immer zu jammern. Fragt eure Kinder was das ist, was es will, welche Zensur es schreiben möchte, wie es sich den Unterricht vorstellt und wie es sich das Leben leichter machen kann bei dem jeweiligen Lehrer. Frag doch dein Kind mal, auf was der Lehrer bei den Hausaufgaben wert legt.

Deine Kinder lernen dadurch anders zuzuhören, bekommen mit, was dem Lehrer wichtig ist oder auch anderen Menschen im Umfeld.

Auch das, sich auf andere Menschen einzustellen, ist eine wichtige Fähigkeit, die Kinder und Erwachsene ihr Leben lang brauchen.

Wir glauben immer, dass wir Dinge objektiv beurteilen und dass auch unsere Kinder Sachen objektiv beurteilen wenn sie sagen, dass der Lehrer schuld ist. Nur es ist keine objektive Beurteilung, sondern in den meisten Fällen eine Struktur. Und je öfter wir sagen, dass der Lehrer schuld ist, der Politiker schuld ist, der Arzt schuld ist, mein Mann schuld ist, ist es eine Struktur, die dafür sorgt, dass wir es in Zukunft öfter tun werden.

Dann entsteht eine Gewohnheit, die Gewohnheit in die Opferrolle zu gehen und die Verantwortung abzugeben.

Viel besser währe doch die Struktur sich zu fragen: „Was kann ich jetzt tun um die für mich doofe Situation zu verändern um ein anderes Ergebnis zu erzielen?“ um dann festzustellen dass sich durch das eigene andere Handeln tatsächlich etwas verändert und dafür sorgt, dass man glücklicher ist und es leichter hat.


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