"Mama mir ist das zu viel!"
Wie kleine Kinder  zeigen, dass ihr Alltag sie überfordert
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Und plötzlich ist es ein Problem

Kinder toben im Kindergarten, der Eine oder Andere ist vielleicht aktiver und beteiligt sich nicht gern an Bastelarbeiten und liest nicht so gerne Bücher. Vielleicht ist dieses Kind auch lauter als alle anderen, man spürt die Energie förmlich, die so manchen Erwachsenen überfordert. Dass Eltern sich Sorgen machen, dass ihr Kind nicht der Norm entspricht und sich anders verhält als die anderen 24 Kinder in der Gruppe ist verständlich. Manchmal werden sie sogar von Außen darauf angesprochen und das kann schonmal schockieren.

Und dann werden schnell einmal Sätze ausgesprochen wie „Ihr Kind wird es mal schwer haben in der Schule.“

Die Tatsache, dass Kinder schon immer lebhaft waren und viel Bewegungsdrang hatten, kann kaum die Eltern beruhigen und hilft wenig, auch wenn sie genau das aufzeigen, was Eltern, Lehrer, Erzieher und Erwachsene im Allgemeinen wieder erkennen dürfen:

Es ist normal, dass Kinder toben, laut sind, auch mal mehr oder weniger aggressives Verhalten zeigen! Es war schon immer so!

Und ich kann mich erinnern meine Generation war schon eine Generation, die nicht mehr in dieses Schulsystem gepasst hat. Wir haben uns aufgebäumt und waren die Generation, vor der uns unsere Eltern immer gewarnt haben! Und nun spielen viele von uns das gleiche Spiel, wir haben es teilweise mit unseren Kindern gespielt und nun mit den Enkeln.

Wir pressen die Kinder in eine Norm und erwarten, dass es funktioniert obwohl sich im Außen alles wandelt.

Die Zeit ist schnelllebiger geworden und wir sind viel mehr Reizen ausgesetzt als früher. Erwachsene wissen das und werden hektisch-betriebsam, sind mit dem Gedanken nicht mehr im Augenblick, vielmehr bei den Dingen, die noch zu erledigen sind. Sie haben ihr Handy dabei und sind ständig erreichbar und abgelenkt und sie klagen über mangelnde Zeit. Doch was verlangen sie von ihren Kindern? Im Augenblick zu sein und brav im Kindergarten, Schule, Beruf zu funktionieren, sich auf das Jetzt zu konzentrieren und dem Lehrer zu lauschen, die Hausaufgaben zu machen ohne dabei verträumt in der Gegend rumzuschauen oder ohne sich dabei zu bewegen. Und abends sollen sie trotz so vieler Eindrücke schnell und ohne murren einschlafen.

Wo sind die Vorbilder, die unseren Kindern wieder das zeigen, was sie mit auf diese Welt gebracht haben?

Sie waren als kleine Kinder ständig im Trancezustand, konnten sich stundenlang mit einer Sache beschäftigen, sich darauf konzentrieren und sich dafür begeistern. Sie waren immer schon emphatisch und haben den Gefühlszustand der Mutter genutzt um zu wissen, wie eine Situation einzuschätzen ist! Rückkoppelung heißt das Zauberwort! Rückkoppelung sorgt dafür eine Stresssituation einschätzen zu können, Kinder fühlen in einer, für sie unbekannten Situation, in welchem Zustand die Mutter bzw. der Vater ist. Ist die Mutter oder der Vater entspannt, besteht keine Gefahr. Ist jedoch die gefühlsmäßig sehr nahestehende Person angespannt, gestresst oder unruhig, bedeutet das Gefahr!

Denken wir einen Schritt weiter und schauen uns an, wie die Zeit sich wandelt und bereits gewandelt hat, können wir beobachten, dass Erwachsene -so auch Eltern- vermehrt in angespannten, unruhigen und gestressten Zuständen sind.

Diese Unruhe überträgt sich auf die Kinder und bewirkt wiederum genau das, was wir im Außen beobachten können:

Kinder sind in Unruhe, können sich schlechter konzentrieren und sind weniger aufnahmefähig! Warum? Weil ein Gehirn unter Stress hauptsächlich eines tut, den Körper auf Notsituationen vorbereiten -auf Flucht, Starre oder Angriff! Es ist nicht mehr in der Lage klar zu denken und kann gerade noch ritualisierte Verhaltensweisen zeigen.

Betrachten wir Filme im Fernsehen und vergleichen sie mit Filmen aus den 50er/60er Jahren empfinden viele Erwachsene die alten Filme als langweilig. Schnelle Schnitte und Perspektivwechsel fordern das Gehirn heraus und lassen es nur selten zur Ruhe kommen, ganz so wie im Alltag vieler Familien!

Kinder sind wie ein Spiegel und das ist wundervoll, zeigen sie uns doch, dass wir diejenigen sind, die Ruhe in den Alltag bringen dürfen als Vorbilder und zum eigenen Schutz.

Genauso zeigen sie uns, dass es in Schulen in denen Kinder Angst vor Versagen haben, kein nachhaltiges Lernen geben kann!

Jugendliche, die depressiv zu Hause sitzen, spiegeln die Hoffnungslosigkeit mancher Erwachsener wieder, die sich seit Jahren im Hamsterrad befinden. Warum sollten Junge Menschen ein Interesse daran haben einen Beruf zu ergreifen, wenn sie tagtäglich beobachten, dass Erwachsene ausgelaugt und angespannt von der Arbeit kommen und ihre größte Freude daraus besteht am Wochenende endlich mal zu entspannen und einmal im Jahr das hart verdiente Geld in eine Urlaubsreise zu stecken? Kinder brauchen Vorbilder, die voller Spaß zur Arbeit gehen, die auf sich achten und ein Gefühl von Gelassenheit in sich tragen. Gelassenheit zeigt, dass noch das Urvertrauen in uns steckt, mit dem wir als Babys auf die Welt gekommen sind.

 

Die Welt ist gut, dass dürfen wir uns vor Augen halten, jeden Tag!

Sorgen machen hilft uns nicht weiter, mit Sorgen stehen weder wir noch unsere Kinder gerne morgens auf. Wir, als Vorbilder dürfen den Fernseher mal wieder aus lassen, wenn es Nachrichten gibt und uns dafür auf machen zu neuen Abendteuern, die uns Mut geben und Selbstvertrauen. Dann, wenn wir selber so sind, wie wir uns unsere Kinder wünschen, nämlich selbstbewusst, glücklich, zielstrebig und voller Begeisterung mit einem guten Schwung Gelassenheit und Zuversicht, dann haben wir etwas großartiges geschafft, die Welt ein Stück weit zum positiven verändert -denn Kinder lernen durch Nachahmung und nicht durch Predigten!

Herzliche Grüße

Miriam und Cathrin


 

"Mama das ist mir zu viel!"

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