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Mit Kindern malen - worauf du achten solltest wenn du mit Kindern malen möchtest

156 Mit Kindern malen – worauf du achten solltest

Mit Kindern malen – Diese Woche möchten wir darauf eingehen, wie du reagieren kannst, wenn dein Kind etwas gemalt hat und du es nicht dafür loben möchtest. Viele Eltern loben ihr Kind gerne wenn sie Farbe aufs Papier gebracht haben und interpretieren die Bilder. Sie entdecken eine Sonne oder vielleicht Wolken oder ein Haus. Doch Kleinkinder wollen Erfahrungen sammeln und haben noch nicht die Intention etwas bestimmtes abzubilden. Das ist eine tolle Erkenntnis von Arno Stern, der die wundervollen Malorte geschaffen hat. Eine wunderbare Erkenntnis, die auch ältere Kinder und Erwachsene wieder dahin bringen kann zu malen um einfach nur eine Erfahrung zu machen und nicht um ein Kunstwerk für die Wand zu erschaffen. 

Viel Freude beim Hören und Umsetzen wünschen dir

Miriam und Cathrin

Dieser Podcast erscheint wöchentlich. Wie du ihn ganz leicht auf deinem Smartphone abonnieren kannst erfährst du hier.


Blogartikel zur Podcast-Episode
(Wenn du alle Informationen haben möchtest, dann hör gerne in den Podcast rein)

Worauf dürfen wir achten wenn wir mit Kindern malen? 

Wie kann man reagieren, wenn das Kind etwas gemalt hat und man es nicht dafür loben möchte. Wahrscheinlich stellt sich dir jetzt die Frage, warum man das Kind für ein gemaltes Bild nicht loben sollte. Eigentlich ist es doch ganz normal, dass man sagt: „Hey, das hast du aber toll gemalt“. Wir merken auch immer wieder, wie schnell es passiert, dass man ein Lob ausspricht, weil es schon fast eine Gewohnheit ist. 

Mit Kindern malen - Wenn Kinder Regenbogen malenDoch Lob ist nicht so sinnvoll, weil Lob -genauso wie eine Bestrafung etwas ist, was das Verhalten eines Kindes lenkt. 

Kinder möchten mehr davon machen, wofür sie gelobt werden, um ihren Eltern mehr zu gefallen bzw. mehr Verbundenheit zu erfahren. Dadurch entsteht eine gewisse Art von Lenkung. Es kann passieren, dass sich Kinder von sich selber entfernen, was wir vermeiden wollen. Unser Ziel ist es, dass die Kinder ganz viel Kontakt behalten sollen zu dem wer sie sind. 

Doch was könnte das Problem sein, wenn man mit Kindern malen möchte und man anfängt sie zu loben? Kinder, die immer wieder für das gleiche Bild gelobt werden, werden sich evtl. in Bezug auf das Malen nicht so weiterentwickeln, wie sie es normalerweise tun würden. So z.B. immer wieder einen Regenbogen auf die gleiche Weise malen und jedesmal hören „Oh wie schön, den Regenbogen hast du ja super toll gemalt“.  Denn durch das immer wiederkehrende Lob der Eltern, könnte das Kind mit immer wieder der gleichen Weise einen Regenbogen zu malen reagieren. Denn das Kind hat ja gelernt, dass es für dieses Bild bereits Aufmerksamkeit bekommt und Verbundenheit erfährt. 

Außerdem kann es sein, dass das Kind immer wieder malt, weil es dafür gelobt wird. Vielleicht würde es jedoch etwas anderes lieber machen, wofür es jedoch in der Vergangenheit kein Lob erfahren hat. Es gibt also ein paar Aspekte, die man beachten darf, wenn man mit Kindern malen möchte oder wenn das Kind von sich aus Bilder malt. 

Mit Kindern malen - Kinder wollen sich erfahrenArno Stern möchte in seinen Malorten Menschen die Erfahrung des Malens ermöglichen und das fernab von Bewertungen und Interpretationen. 

Also auch fernab davon, dass Eltern, Erzieher oder andere Bezugspersonen sich das Bild angucken und reininterpretieren, was das Kind damit ausdrücken wollte oder was dargestellt sein könnte. Was Arno Stern über viele Jahre beobachtet hat, wenn er mit Kindern malen konnte bzw. die Kinder hat malen lassen ist, dass Kinder gerade am Anfang nicht malen um etwas abzubilden. Sondern sie benutzen einen Stift oder einen Pinsel um Farbe aufs Papier zu bringen, nur um der Erfahrung Willen. Sie möchten erfahren, was passiert, wenn sie mit einem Gegenstand Farbe auf dem Papier malen. Dabei entsteht vielleicht ein farbiger Strich und sie finden es total toll. Sie entdecken und erfahren so die Welt und auch sich selbst. 

Wenn man kleine Kinder beobachtet, ist das genau das, was sie den ganzen Tag tun. Sie blicken auf die Welt und versuchen rauszufinden wie sie funktioniert und was passiert, wenn sie in diese Welt eingreifen. 

Das Ziel ist also die Erfahrung und der Spaß an der Erfahrung. Der Spaß geht mitunter verloren, wenn wir in diesen Prozess eingreifen und reininterpretieren, dass das Gemalte etwas darstellt. Ebenso kann der Spaß verlogen gehen, wenn wir dem Kind vorgeben, was es malen sollte. So kann auch der Spaß verloren gehen, wenn wir das Kind durch Lob dazu bringen etwas zu malen und das Kind nur malt, weil es dadurch Verbundenheit erfährt oder auch dann, wenn wir das Bild bewerten z.B. durch das Lob.

Doch wie können wir stattdessen reagieren, wenn wir mit Kindern malen oder das Kind alleine malt, anstatt es zu loben? 

Mit Kindern malen oder wenn Kinder selber malen, kann auch ohne Bewertung und ohne Lob dafür sorgen, dass sich das Kind verbunden fühlt. 

Mit Kindern malen - Mit Kindern malen ist eine tolle Erfahrung für MütterDafür ist es wichtig, das Kind einfach mal seien zu lassen. Das Kind einfach zu beobachten und vielleicht auch selber mal wieder mit Farben zu experimentieren. So kannst du in diese Welt einzutauchen und spüren, wie man mit Kindern malen kann, ohne dass eine Absicht dahinter steckt. Gemeinsam mit Kindern malen ohne etwas erschaffen zu wollen, was hinterher einen Platz an der Wand kriegen muss, wäre doch eine wundervolle und manchmal auch heilsame Erfahrung für die Kinder und die Eltern gleichermaßen. Und zudem macht es noch jede Menge Spaß.

Schau deinem Kind doch einfach zwischendurch zu beim Malen zu und sieh es als Experiment, dann gehst du von ganz alleine aus der Bewertung raus und wirst in das Resultat nichts reininterpretieren.

Eine tolle Übung wäre es doch, das Kind beim Malen zu begleiten mit dem Ziel nicht zu sprechen, also nicht mit Worten zu kommunizieren.

Mit Worten fallen wir viel schneller in Automatismen, in denen wir das Kind loben. Wenn wir die Worte weglassen, bleiben uns noch so viele andere Möglichkeiten zu kommunizieren und Verbundenheit aufzubauen. Wir können das Kind berühren, uns mit unserer Mimik ausdrücken und auch unsere Körperhaltung spielt eine große Rolle in der Kommunikation. Auch ein „ich schaue dir zu“ und „ich bin bei dir“ kann eine schöne, unausgesprochenen Art der Kommunikation sein. Und gleichzeitig ist es eine der größten Wertschätzungen, die wir einem Kind geben können, weil wir ihnen in dem Moment unsere volle Aufmerksamkeit, unsere Zeit und unsere Präsenz schenken. So haben wir die Möglichkeit die Kommunikation auf eine andere Ebene zu heben und können ein Lob, was schnell ausgesprochen ist wie „das hast du aber schön gemacht“ durch ein präsent sein ersetzen. 

Eine tolle Möglichkeit, die einem wahrscheinlich auch bewusst macht, wie schnell und automatisch ein Lob ausgesprochen wird, weil wir es so sehr gewöhnt sind.

 

 

Impulsgespräch mit Cathrin

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