Emotionale überforderung beim Kleinkind
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Kleinkind fördern

Eine Sache, die uns besonders wichtig ist und die wir bereits häufiger im Podcast aufgenommen haben ist, dass Kinder durch ausprobieren lernen. Eltern erzählen uns voller Stolz, dass sie ihre Kinder ausprobieren lassen und nicht eingreifen. Das finden wir natürlich total klasse :)! Doch beobachten wir immer wieder, dass Eltern dann, das Kleinkind fördern zu wollen, so verstehen, dass sie ihr Kind dafür mit Worten umso mehr unterstützen. Diesmal gehen wir daher nochmal auf dieses Thema ein, weil auch dieses verbale Eingreifen seine Tücken hat. Wie du dein Kind beim Ausprobieren richtig begleiten und dein Kleinkind fördern kannst, erfährst du in dieser Episode von uns. 

 

 


Blogartikel zum Podcast (Im Blogartikel findest du nicht alle Informationen aus der Podcast-Episode. Daher hör doch gerne auch in den Audiobeitrag rein)

Kleinkind fördern - weniger ist mehrWeniger ist mehr auch in Bezug darauf ein Kleinkind fördern zu wollen.  

Daher gehen wir diesmal noch einmal darauf ein, dass Kinder durch ausprobieren lernen. Viele Eltern wissen bereits, dass es wichtig ist, dass Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen, um daraus zu lernen und neue Fähigkeiten zu entwickeln. Sie lassen ihr Kind ausprobieren ohne dass sie körperlich eingreifen. So soll es lernen aus sich selbst heraus etwas zu meistern. Doch die Interpretation davon, sein Kind etwas alleine ausprobieren zu lassen, stoppt scheinbar dort, wo man mit seinen Händen nicht eingreift. Denn was Eltern alternativ tun ist, dass sie verbal Einfluss nehmen. 

Um ihr Kleinkind zu fördern, sagen Eltern ihm die ganze Zeit, was es tun soll oder auch nicht tun soll. 

Sie leiten es an und erzählen ihm, wo es besonders gefährlich wird. Auch das ist ein Eingreifen von außen, was dafür sorgt, dass das Kind nicht wirklich alleine ausprobiert und seine eigenen Erfahrungen macht. 

Förderung Kinder - Die Herausforderung nicht einzugreifenWir wissen, dass es eine große Herausforderung sein kann -besonders wenn man sein Kleinkind fördern, unterstützen und auch beschützen möchte- wirklich nicht einzugreifen.  

Denn wenn Kinder in relativ jungen Jahren voller Begeisterung etwas Neues ausprobieren möchten und man selber hat vor Augen, dass es sich verletzten könnte, dann ist es oftmals schwer im Vertrauen zu sein und nicht einzugreifen. Auch wenn du dich dann zurücknimmst jedoch innerlich total angespannt bist, hilft es deinem Kind nicht die neue selbstgewählte Aufgabe zu meistern. Diese Energie führt dann mitunter dazu, dass auch dein Kind unsicher wird. Es kann dann vielleicht nicht mehr so aufmerksam bei der neuen Herausforderung sein. 

Dein Kind lernt durch ausprobieren bedeutet, dass du es wirklich alleine machen lässt. 

Du kannst es teilweise beobachten oder bei wirklich gefährlichen Sachen schützen. Du solltest es jedoch bei nicht so gefährlichen Dingen alleine (!) und auch mal ohne Beobachtung ausprobieren lassen. Auch wir Erwachsenen finden es schließlich nicht so toll beobachtet zu werden, wenn wir etwas Neues ausprobieren. 

Wie ist es bei dir, wenn du dich konzentriert einer Aufgabe widmen willst? Wenn dir jemand ständig reinredet, wie gut kannst du dich dann noch auf die Aufgabe konzentrieren? Nicht so gut, oder? Bei deinem Kind ist es genauso! 

Eine neue Herausforderung braucht Konzentration. 

Diese Konzentration auf eine Sache bringen Kinder mit auf die Welt. Sie ist vorhanden solange wir die Aufmerksamkeit nicht ständig aktiv durch (verbales oder körperliches) eingreifen abziehen. 

Sind Kinder an eine ständige Rückmeldung gewöhnt, werden sie diese auch erwarten. Dadurch verlassen sie sich mehr auf die Reaktion der Bezugsperson als auf ihr eigenes Gefühl und ihre eigenen Fähigkeiten. Das kann dazu führen, dass sie ihre Fertigkeiten nicht mehr selber einschätzen können. Sie werden wahrscheinlich mehr den Urteilen der Eltern vertrauen, als selber abzuschätzen, ob sie eine Situation meistern können oder nicht. 

Kleinkind fördern und es im Vertrauen ausprobieren lassenEin Kleinkind fördern wir daher viel mehr, indem wir es wirklich in Ruhe und im Vertrauen ausprobieren lassen. 

Ein Kind, welches von Anfang an die Möglichkeit hat, sich selbst zu erfahren (ohne die Einwirkung von außen), wird immer nur den nächsten Schritt gehen, zu dem es sich in der Lage fühlt. 

Haben Kinder häufig Einwirkungen von außen erlebt, geht dieses Gefühl verloren. 

Daher ist es ratsam Kinder, die verbales oder körperliches Eingreifen gewohnt sind, wieder langsam an die Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit sich selbst einschätzen zu können ranzuführen. Dann kannst du dein Kleinkind fördern, indem es Schritt für Schritt weniger äußere Einwirkung erfährt. Ja, Schritt für Schritt, weil es sonst vielleicht denken könnte, dass es sicher ist. Weil die Eltern gerade nichts sagen oder machen und für das Kind so keine Gefahr besteht, die ja sonst angekündigt worden wäre. Und denk daran, keiner kennst sein Kind besser als du ;)! 

Oftmals ist es besser einen Bereich zu schützen (z.B. durch ein Treppengitter), als die ganze Zeit einwirken zu müssen. 

Denn so kannst du den Zeitraum kontrollieren in dem dein Kind alleine durch ausprobieren den nächsten Schritt gehen kann. 

Kleinkinder fördern, indem man sie durch ausprobieren lernen lässt, ist ein großes Thema, welches begleitet wird von Ängsten und eigenen Prägungen. Dazu passend gibt es von uns ein Hörbuch, was sich mit Frustrationstoleranz befasst und aufzeigt, wie Kinder lernen mit Enttäuschungen umzugehen. Dieses Thema ist uns sehr wichtig, weil es so viele Chancen und Möglichkeiten für Kinder bis ins Erwachsenenalter freisetzt.

Ein Kleinkind durch Selbsterfahrung fördernKinder wirklich aus eigenen Erfahrungen und somit durch ausprobieren lernen zu lassen ist ein wahres Geschenk!

 

 

 

 

 

 

Emotionale Überforderung bei Kleinkinder

Verstehen. Vorbeugen. Beschützen.
Hier erfährst du 5 Punkte, die dein Kleinkind im normalen Alltag emotional überfordern können. 
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