Emotionale überforderung beim Kleinkind
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.Dein Kind als Individuum erkennen

Heute sprechen wir darüber, warum die Abgrenzung zwischen dir und deinem Kind ein wichtiger Prozess ist. Warum ist es so wichtig, dass aus dem Wir ein Du und Ich wird und was hat es für einen Einfluss auf den Umgang mit deinem Kind? Der Eintritt in die Autonomiephase ist ein Lernprozess für Eltern und Kinder. Wenn du früh genug anfängst dein Kind als Individuum zu erkennen und einen gewissen Grad an Abgrenzung in dein Leben zu integrieren, hilft es dir und deinem Kind noch weit über die Pubertät hinaus!


Blogartikel zur Podcast-Episode
(Wenn du alle Informationen haben möchtest, dann hör gerne in den Podcast rein)

In der Autonomiephase gibt es für Kleinkinder nicht mehr nur ein Wir sondern auch ein Ich. Es entsteht ein Ich-Bewusstsein und es wird wichtig dieses auch in der Kommunikation zu berücksichtigen. 

Kind als Individuum wahrnehmen bis ins ErwachsenenalterNicht nur in dieser Phase der Entwicklung, sondern bis ins Erwachsenenalter hinein ist es wichtig, dass du dein Kind als Individuum erkennst. 

Es gibt jedoch eine Tendenz von dem Kind in Wir-Form zu sprechen. So z.B. „Wir müssen jetzt noch Pipi machen!“ oder „Wir müssen jetzt schlafen!“. Was eigentlich gemeint ist ist, dass das Kind noch Pipi machen muss oder schlafen soll. Und doch wird es als Wir kommuniziert und das Kind als Individuum in der Kommunikation nicht berücksichtigt. 

Die Mutter war am Anfang sicherlich an all diesen Prozessen beteiligt. Doch vielleicht kannst du da mal reinspüren, was es für einen Unterschied in der Energie von wir machen das und der Energie von mein Kind macht das gibt. 

Es ist gut zu verstehen, wie wichtig diese Abgrenzung ist und das Kind als Individuum zu sehen. 

In der Autonomiephase geht es nicht nur darum, dass dein Kind ein Ich-Bewusstsein entwickelt. Es fängt an sich abzugrenzen und möchte Sachen selber machen. Zusätzlich geht es auch darum, dass du als Mutter oder als Vater das Gefühl dafür entwickelst, dass dein Kind ein eigenständiges Wesen ist. Entsprechend solltest du auch von Ich und Du sprechen und nur von Wir, wenn auch wirklich ein Wir gemeint ist. Wenn du das fühlst und umsetzt, wirst du deinem Kind nicht irgendetwas in der Kindererziehung überstülpen. Dann wirst du kaum etwas von ihm erwarten, was nicht seiner eigenen Persönlichkeit entspricht. 

Du wirst dein Kind mehr und mehr als Individuum sehen, weniger in wichtige Prozesse eingreifen und es seinen eigenen Weg finden lassen. Und das ist in allen Altersstufen wichtig.

Fängst du jetzt an es zu trainieren, wirst du es später, gerade in der Pubertät umso leichter haben. Auch dann wenn deine Kinder erwachsen sind, ist es wichtig dein Kind als Individuum zu sehen und ihr Denken und Handeln zu akzeptieren. 

Sind sie erwachsen dürfen sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und ihr eigenes Leben aufbauen. 

Das ist ein Lernprozess den Kinder von Geburt an Schritt für Schritt durchlaufen. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass du deinem Kind mit der Geburt sein Leben geschenkt hast und du guckst, dass es seinen Weg findet glücklich zu leben. 

Wenn du Sätze sagst, einmal mit Wir und einmal mit Ich, dann wirst du den Unterschied in der Eigenständigkeit des Kindes spüren. 

Wir gehen davon aus, dass sich unser Denken in unserer Sprache wiederfindet, weil wir Worte finden, die in unserem Unterbewusstsein als Struktur hinterlegt sind. Über die Sprache bekommen wir einen Zugang zu dem, was jemand denkt. Das heisst, wenn viel in Wir-Form gesprochen wird, können wir davon ausgehen, dass das als starke Verbindung und Koppelung wahrgenommen wird.

Dein Kind als Individuum behandeln -Grenzüberschreitung durch zu enge BindungEine zu enge Verbindung kann für das Kind auch eine Grenzüberschreitung bedeuten. 

Es kann sein, dass dein Kind an einen Punkt kommt, an dem es die Abgrenzung zwischen sich selbst und der Bezugspersonen braucht um selbstständig zu werden. Und das nicht erst in der Pubertät, sondern von Anfang. Eine gewisse Abgrenzung hilft auch dir in solchen Momenten wo das Kind schreit oder wenn das Kind stress hat. Denn so machst du dir diese Zustände nicht zu eigen. Du kannst dein Kind unterstützen und du musst nicht das Gefühl haben, dass es euer gemeinsames Problem ist. Dein Kind als Individuum zu sehen bedeutet auch, dich als Individuum wahrzunehmen. 

Durch die Abgrenzung findet dein Kind einen Weg mit den verschiedensten Situationen umzugehen, am Anfang noch mit deiner angepassten Unterstützung und später mehr und mehr alleine. 

Häufig lässt sich die fehlende Abkoppelung im Bereich Schule beobachten. Nämlich dann, wenn MütterDein Kind als Individuum aufwachsen lassen - Dein Kind darf lernen Verantwortung zu übernehmen kommunizieren: „Wir müssen noch Hausaufgaben machen“; „Da müssen wir gucken, dass wir da nicht noch eine 4 schreiben“; „Wir haben vergessen den Turnbeutel einzupacken“ oder „Wir müssen noch Mathe lernen“. Manche Mütter identifizieren sich zu stark mit dem was das Kind macht und was es zu leisten hat. Mit Kindern lernen ist zwar wunderbar, nur darf es noch der Bereich deines Kindes bleiben. Dann kann das Kind als Individuum nicht mehr seinen Weg finden kann, Verantwortung übernehmen und selbstständig Lösungen finden kann. 

Dein Kind als Individuum sehen - Kinder werden zu eigenständigen PersönlichkeitenAbnabelungsprozesse fangen schon bei Kleinkindern an. Sie sollen Kindern helfen zu eigenständigen Persönlichkeiten heranzuwachsen und Eltern helfen wieder mehr Freiräume für sich zu schaffen. 

Sind Eltern zu stark mit ihrem Kind verschmolzen, dann kommt es häufig zu Situationen, in denen es den Eltern schlecht geht. Nämlich dann, wenn es dem Kind schlecht geht oder wenn das eigene Glücksgefühl von dem jeweils anderen abhängt.  Es wird eine Abhängigkeit geschaffen, die keinem gut tut, weder dem Kind noch den Eltern.  

Emotionale Überforderung bei Kleinkinder

Verstehen. Vorbeugen. Beschützen.
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