Jungen und Mädchen – was sind die Unterschiede in der Erziehung

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Jungen und Mädchen – Was sind die Unterschiede in der Erziehung?

Diese Woche haben wir eine Podcastfolge zu einem neuen Thema aufgenommen, über das wir noch nicht oft gesprochen haben: Das Thema Gender – was sind die Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen und gibt es Unterschiede in der Erziehung?

Hier ist der im Podcast angekündigte Blogartikel mit einer Auflistung von für uns wichtigen Unterschieden.

Lasst uns einfach die sein, die wir wirklich sich. Und unser Mannsein oder unser Frausein gehört genauso zu uns dazu. Also lasst es uns annehmen, anstatt dagegen anzukämpfen.

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Jungs

  • Jungs kommen von Geburt an mit anderen Voraussetzungen auf die Welt.

    Die Entwicklung im Mutterleib war eine größere Herausforderung, da sie durch das fehlende BackUp des zweiten x-Chromosoms mehr Stärke beweisen mussten, um sich gesund zu entwickeln. Gleichzeitig bewirkt der höhere Testosteronspiegel, dass sie mit mehr Antrieb auf die Welt kommen.

  • Männliche Energie:

    Vorwärtsstrebend, vordringend, aktiv, angetrieben.

  • Jungs suchen stärker nach Halt und Bedeutung.

    Die Gefahr ist, dass sie schnell anfangen, diese Bedeutung im Außen zu suchen, indem sie Dinge tun, die ihnen besondere Anerkennung von Außen bringen. Ein besonderer Fokus in der Begleitung von Jungen sollte darauf liegen, dass sie Bedeutsamkeit und Halt im Inneren finden. Dafür brauchen sie tief verbundene Beziehungen zu den wichtigsten Bezugspersonen und die Möglichkeit, sich auszuprobieren und zu wachsen.

  • Besonders für Jungs ist es wichtig, ein bedeutsamer Teil der Gemeinschaft zu sein.

    Lasst sie etwas beitragen zu eurem Familienleben. Lasst sie kräftig mithelfen, mit anpacken, mit gestalten. Zeigt ihnen, dass sie etwas zur Gemeinschaft beitragen können.

  • Raufen gehört auch dazu und ist nicht zu verwechseln mit Aggression.

    Jungs messen gerne ihre Kräfte und nutzen diese Art von Spiel, um ihren Körper und ihre Stärke besser einschätzen zu lernen.

  • Macht euch frei von solchen Sprüchen wie „Nur die Harten kommen in Garten“, „Ein Indianer kennt kein Schmerz“, …

    In der Gesellschaft ist oft das Bild vertreten von Männern als dem „harten Geschlecht“ und das Vorurteil, dass Jungs robuster als Mädchen seien – „eben keine Weicheier und Heulsusen“. Doch genau das führt dazu, dass wir sie vielleicht manchmal alleine lassen in Situationen, in denen sie eigentlich tiefe Verbundenheit brauchen. Denn wie oben bereits beschrieben, ist es gerade für Jungs – von Anfang an – enorm wichtig, diese tiefe Liebe und Verbundenheit in der Familie zu erfahren – von Mutter und Vater. Und befreit euch selbst und damit auch eure Söhne von dem Glauben, dass es etwas mit Schwäche zu tun hat, nach Verbundenheit und Nähe zu streben. Dieses Grundbedürfnis ist für JEDES Lebewesen ÜBERLEBENSWICHTIG. Doch für unsere Jungs dürfen wir uns das wieder besonders bewusst machen.

  • Gute männliche Vorbilder sind wichtig.

    Eines der wichtigsten ist natürlich der Vater. Hab Vertrauen in deinen Partner. Denn es ist wichtig, dass er eine tiefe Beziehung zu seinem Sohn aufbauen kann – auch ohne dein ständiges Einmischen. Du bist trotzdem wichtig für deinen Sohn. Doch manche Dinge schaut sich ein Junge halt eher von einem Mann ab. Letztendlich kann jede wichtige männliche Bezugsperson zum Vorbild werden. (Und falls der Junge in seinem Umfeld keine findet, die ihm Verbundenheit und Wachstum ermöglicht, wird es vielleicht der Fussballstar oder Action Held.)

  • Jungs dürfen die weiblichen Anteile in sich erkennen und annehmen und auch nutzen lernen, ohne sie als die Lösung für all ihre Probleme zu sehen.

    Es ist eine optimale Ergänzung, die ihnen mehr Freiheit gibt.  Und das ist ein anderer Prozess als der, den Mädchen durchlaufen dürfen.

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Mädchen

  • Mädchen kommen von Geburt an mit anderen Vorraussetzungen auf die Welt.

    Anstatt sich im Außen zu orientieren, tragen sie mehr Ruhe und Halt im Inneren in sich.

  • Die weibliche Energie ist eine einladende, aufnehmende, empfangende, schöpferische Energie.

    Das zeigt sich sowohl in unserer Sexualität als auch in unserer Fähigkeit, neues Leben in unserem Körper zu erschaffen. Auch wenn diese Energien manchmal als passiv wahrgenommen werden, dürfen wir uns als Frauen und damit auch unseren Töchtern bewusst machen, dass einladen, aufnehmen und empfangen aktive Entscheidungen sind. Wir Entscheiden, was wir in unser Leben einladen, was wir in unser Inneres aufnehmen und was wir empfangen wollen.

  • Auch wenn die männliche Energie die der Aktion und des Antriebes ist, so ist die weibliche Energie nicht weniger schöpferisch.

    Ganz im Gegenteil. Sie ist urschöpferisch und voller Transformationskraft. Und das auch ohne, dass wir versuchen, genauso zu sein und zu handeln wie ein Mann.

  • Im Gegensatz zum gesellschaftlichen Vorurteil, dass diese Eigenschaften mit Schwäche und Unterlegenheit zu tun haben, sind sie voller Kraft und Stärke.

    Denn wir Frauen haben von Anfang an durch unser BackUp Gen – das zweite x-Chromosom – die Erfahrung gemacht, dass wir stark sind und auch wenn auf dem einen Chromosom mal etwas schief geht, wir auf dem anderen immer noch eine Lösung parat haben.

  • Wir brauchen kein zweites männliches Geschlecht, keine Mädchen, die dahin gebracht werden, so „hart und durchsetzungsfähig“ wie die Jungs zu werden.

    Denn damit manövrieren wir sie in genau das Problem, was die Männer mehr und mehr für sich lösen dürfen – nämlich ihren Halt und ihre Bedeutsamkeit durch Anerkennung im Außen, statt im Innen zu finden. Wir brauchen den Unterschied zwischen Jungs und Mädchen. Lasst uns unseren Töchtern helfen, ihre eigene individuelle weibliche Stärke zu erkennen, anstatt ihnen beizubringen, wie sie mehr männliche Energie in sich mobilisieren.

  • Der weibliche Zyklus ist heilig und hat eine unglaublich kraftvolle Energie, wenn wir lernen, ihn zu verstehen.

    Lerne deine eigene zyklische Energie kennen, nutzen und lieben und bringe diese Wertschätzung auch deiner Tochter bei. Es wird ihr unheimlich helfen, sich als Frau zu verstehen, anzunehmen und zu lieben.

  • Da wir Frauen uns mehr nach innen statt nach außen richten, neigen wir manchmal dazu, Probleme auch eher im Inneren und mit uns selbst auszutragen.

    Wir suchen die Schuld bei uns, nehmen Dinge persönlich und kritisieren an uns herum. Sei deiner Tochter ein Vorbild und nehme sie mit auf deine Reise zur Selbstliebe und inneren Zufriedenheit. Lass sie die Erfahrung machen, dass sie großartig ist. Es immer nur zu sagen, hilft nicht. Auch Mädchen müssen über sich hinaus wachsen dürfen, Dinge ausprobieren, lernen Fehler zu machen und diese als Weg zum Ziel zu erkennen, anstatt als Versagen. Das können wir ihnen nicht beibringen, aber wir können ihnen einen Raum zur Verfügung stellen, in dem sie diese Erfahrungen machen dürfen.

  • Ein gutes Körperbewusstsein und ein Wertschätzen der Weiblichkeit des Körper ist enorm wichtig für ein starkes und liebevolles Körperbild.

    In der Gesellschaft werden viele Zeichen für Weiblichkeit inzwischen als Abstoßend bewertet – runde Hüften, der weibliche Zyklus, die Form der Brüste nach dem Stillen, wohlgeformte Oberschenkel,… Kein Wunder, wenn es Mädchen immer schwerer fällt, ihren Körper anzunehmen, sobald er die Transformation zur Frau beginnt. Doch all diese Dinge sind wunderschön. Auch hier ist es erstmal wichtig, dass du das als Mutter in dir selbst erkennst, damit du es an deine Tochter weiter geben kannst. Denn du bist eines der wichtigsten Vorbilder – besonders in den ersten Lebensjahren. Und deine Tochter merkt sofort, wenn du dein ständiges Wiederholen von Floskeln wie „das ist doch wunderschön“, nicht auf dich selbst anwendest.

  • Mädchen dürfen die männlichen Anteile in sich erkennen und annehmen und auch zu nutzen lernen, ohne sie als die Lösung für all unsere Probleme zu sehen.

    Sie sind eine optimale Ergänzung, die ihnen mehr Freiheit gibt. Und das ist ein andere Prozess als der, den Jungs durchlaufen dürfen.

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Unterschiede wertschätzen anstatt gegen sie anzukämpfen

Jungen und Mädchen sind verschieden. Und anstatt krampfhaft zu versuchen beide Geschlechter gleich zu machen oder den Jungs mehr weibliche und den Mädchen mehr männliche Qualitäten anzuerziehen, die Mädchen in Richtung Naturwissenschaften zu schubsen und aus Jungs die neuen Erzieher und Sozialpädagogen zu machen, oder für beide ein und die selbe Erziehung zu finden, sollten wir jeden Menschen so nehmen wie er ist.

Wir sollten die Verschiedenheit der Geschlechter annehmen, genauso wie wir die Verschiedenheit eines jeden einzelnen Menschen annehmen.

Denn wahrhafte Chancengleichheit entsteht in dem Moment, in dem jeder er selbst sein darf und sich aus sich selbst heraus entwickelt. Und wenn sich der Junge für große Autos, Dinos und Ritter interessiert ist das ebenso ok, als wenn er sich fürs kochen interessiert. Es ist wichtig die grundlegenden Unterschiede und Bedürfnisse von Mädchen und Jungs zu kennen. Das ersetzt natürlich nicht, jedes Kind zusätzlich als einzelnes Individuum kennen zu lernen.

Vollkommen man selbst zu sein, heißt auch, zu lieben und zu verstehen wer man als Mann oder Frau ist.

Sich auf individuelle Stärken bei Jungs und bei Mädchen konzentrieren

Mit den Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen sind hier -nochmal sehr deutlich- nicht die allgemeinen Vorurteile gemeint, die sich in unserer Gesellschaft so eingeschlichen haben. (Jungs interessieren sich mehr für Mathe als für Kunst und Mädchen wollen zum Ballett und tragen am liebsten rosa).

Die natürlichen Unterschiede einfach zu ignorieren, in der Hoffnung, dass auch so alles gut wird, könnte für beide Geschlechter fatal werden.

Weil dann beide das verlieren, was ihre Stärken ausmachen und nie erkennen können, was eigentlich in ihnen steckt. Anstatt also die Unterschiede zu ignorieren, sollten wir sie kennen lernen – neugierig und offen und gespannt.

Und natürlich gilt das weiterhin für jede Individuelle Stärke, die Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht zeigen. Es geht auch nicht darum, Jungs in Richtung Naturwissenschaften zu pressen und Mädchen nur deswegen zum Ballett zu schicken, weil wir dieses Vorurteil seit so vielen Jahren verinnerlicht haben. Das sind nicht die eigentlichen Unterschiede, die von Bedeutung sind.

Aufgabe zum Podcast:

1. Die Bestandausfnahme

  • Nimm dir einen Moment Ruhe, in dem du ganz in Kontakt mit dir selbst und deiner Weiblichkeit treten kannst. Und schreibe alles auf, was dir dazu einfällt. Was macht Weiblichkeit für dich aus? Was sind die Herausforderungen, denen du dich als Frau gegenüber siehst? Was glaubst du positives wie negatives über Weiblichkeit.?
  • Nimm dir etwas Zeit dich vollkommen unvoreingenommen und neugierig mit deinem Partner, deinem Vater, einem guten Kumpel,… zu unterhalten und frage sie, wie sie es erleben ein Mann zu sein? Was bedeutet das für sie? Was verknüpfen sie damit für Eigenschaften? Was glauben sie positives wie negatives über Männlichkeit? Was sind die Herausforderungen, die sie sich im Leben gegenüber sehen?

2. Der Blick nach vorne

  • Was möchtest du einem Jungen darüber vermitteln, was es bedeutet ein Mann zu sein? Was möchtest du einem Mädchen darüber vermitteln, was es bedeutet eine Frau zu sein? (Diese Fragen beantworten sich nicht innerhalb von 5 Minuten und die Antworten sollten sich möglichst mit der Zeit immer mal wieder anpassen, je mehr gemeinsame Erfahrungen ihr macht, wenn du etwas neues dazu lernst oder neue Erkenntnisse zu dem Thema gewinnst).
  • Was kannst du jetzt als ganz kleinen Schritt schon tun, wo kannst du den Fokus vielleicht etwas verändern, um deine neu gewonnen Erkenntnisse in die Tat umzusetzen. (Kleiner Tipp, es ist immer eine gute Idee, zunächst bei sich selbst anzufangen ;)).

Viele Grüße und eine wundervolle Zeit

Miriam und Cathrin

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