Emotionale überforderung beim Kleinkind
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Ist mein Kind verwöhnt?

Wenn du dich fragst: „Ist mein Kind verwöhnt?“, dann haben wir in dieser Episode zwei Fragen für dich, mit denen du herausfindest, ob dein Kind bereits verwöhnt ist. Denn heute tauchen wir nochmal in das Thema von letzter Woche ein. In der letzten Podcast-Episode -Folge 185- haben wir uns gefragt, ab wann kann man Kinder verwöhnen und ob man sie überhaupt verwöhnen kann. Also sei gespannt, welche Fragen Aufschluss darüber geben, inwieweit du dein Kind vielleicht bereits verwöhnst. 

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Blogartikel zur Podcast-Episode
(Wenn du alle Informationen haben möchtest, dann hör gerne in den Podcast rein)

Allen, die unsere Podcast-Folge 185 (Ab wann kann man Kinder verwöhnen) nicht gehört haben, empfehlen wir dort zu starten bzw. den Blogartikel dazu zu lesen.

Wenn du dir nach unserer letzten Episode die Frage stellst: „Ist mein Kind verwöhnt?“ dann stellen wir dir hier zwei Fragen vor, mit denen du testen kannst, ob dein Kind bereits verwöhnt ist. 

Ist mein Kind verwöhnt? Frage 1, die du dir stellen kannst:  

Ist mein Kind verwöhnt? Ist mein Kind verwöhnt und ist wütend wenn ich etwas nicht macheWenn ich das (etwas wiederkehrendes) jetzt nicht tue, macht mein Kind dann Theater und ich habe das Gefühl ich muss etwas bestimmtes tun, um das Geschrei/ den Wutausbruch/ das Weinen zu vermeiden bzw. zu stoppen?

Ist dein Kind verwöhnt, hast du wahrscheinlich schon im Vorfeld Angst davor, dass dein Kind wütend werden könnte. Du machst Dinge, von denen du glaubst, dass dein Kind sie erwartet und einfordern wird häufig schon bevor dein Kind anfängt zu schreien. Weißt du schon vorher, dass es dazu kommt wenn du nicht handelst? Dann bist du ebenfalls in einer Erwartungshaltung, die dich sehr schnell handeln lässt. Eine Erwartungshaltung, die sehr schnell in dir ein schlechtes Gefühl auslöst und dich gefühlt zum Handeln zwingt. Und das immer und immer wieder.

Hier darfst du sehr ehrlich zu dir sein! Dabei geht es nicht darum, dich zu verurteilen, als vielmehr darum eine eingefahrene Strategie zum Wohle deines Kindes und zu deinem Wohle zu erkennen und zu verändern. 

Auch Kinder haben nur die Strategie gelernt, etwas von jemand anderem zu erwarten und dieses auf eine gewisse Art und Weise durchzusetzen. Es ist nur eine Struktur in deinem Kind, die aus einer starken Erwartungshaltung heraus entstanden ist. Die Belohnung -das Erreichen des Ziels- sorgt dafür, dass ein Kind dieses Verhalten vermehrt zeigt, weil sich dieses Verhalten bewährt hat. 

Ist mein Kind verwöhnt? Die 2. Frage, die du dir stellen kannst: 

Ist mein Kind verwöhnt - nimmst du deinem Kind zu viel ab?Verhindere ich dadurch, dass ich meinem Kind immer wieder etwas abnehme, dass mein Kind eine Erfahrung macht? Wird sich mein Kind dadurch, dass ich meinem Kind Dinge abnehme, in der Zukunft weniger zutrauen? Ist dein Kind gefühlt darauf angewiesen, dass du das für dein Kind machst, obwohl es das in seinem Alter bereits erlernt haben könnte? Bist du z.B. immer dafür zuständig, dass (das richtige) Essen auf dem Tisch steht und der Tisch gedeckt ist, dass die Anziehsachen morgens bereit liegen, dass das Brot geschmiert ist, den Apfel zu holen, dein Kind wenn es älter ist zum Sport zu fahren, ….

Hierbei geht es um eine Gewohnheit und nicht um die Ausnahmen. 

Es geht darum, dass dein Kind etwas nicht lernt, weil du dir angewöhnt hast deinem Kind ganz viel abzunehmen, was mit dem alltäglichen Leben und dem Leben in einer Gemeinschaft zu tun hat. 

Es geht darum, dass dein Kind nicht altersgerecht lernen kann und du durch dein Handeln dafür sorgst, dass dein Kind nicht selbständig wird und sich von anderen Menschen abhängig fühlt.

Ist mein Kind verwöhnt? Der Fehler liegt nicht bei deinem KindEin wichtiger Punkt ist, zu verstehen, dass wenn wir von einem verwöhnten Kind reden, dann wird der Fehler/ das Falsch-Sein häufig auf das Kind bezogen. 

Doch was viele dabei vergessen ist, dass erst das Verhalten des Umfeldes dafür sorgt, dass Kinder sich so verhalten. 

Das Verhalten des Kindes ist eine Möglichkeit die sich bewährt hat. Es sind Angewohnheiten, die du oder jemand anderes deinem Kind antrainiert hat. Dein Kind ist nicht falsch, dein Kind ist nicht die „verwöhnte Göre“! Das ist das, was du verstehen darfst, wenn du die Frage „ist mein Kind verwöhnt“ mit „ja“ beantwortet hast. 

Auch du bist nicht falsch, sondern du hast lediglich aus dem besten Wissen und aus deinem Gefühl heraus gehandelt. 

Und was ganz wichtig ist: Du hast immer die Möglichkeit deinem Kind und dir eine bessere Strategie mit auf den Weg zu geben. Die vorhandene Strategie kann verändert werden, so dass es für dich und dein Kind leichter wird. Es sind bisher Gewohnheiten gewesen, die ihm nicht dienlich sind und auch im späteren Leben nicht dienlich sein werden.

Ist mein Kind verwöhnt - Kinder müssen erfahren eigenverantwortlich handeln zu können

Dein Kind braucht für sein Leben die Erfahrung eigenverantwortlich handeln zu können. 

Dazu darf es schon früh die Erfahrungen machen, selbst in der Lage zu sein, die unterschiedlichsten Dinge selber machen zu können! Diese Erfahrungen wachsen mit den Fähigkeiten und dem Alter deines Kindes. Es sind wichtige Schritte, die ein Kind braucht, um sich mehr und mehr von dir abzunabeln. Erfahrungen, um als Jugendlicher und Erwachsener in der Lage zu sein, den Herausforderungen des Lebens selbstbewusst zu begegnen. 

Was kannst du tun, wenn du die Frage „Ist mein Kind verwöhnt?“ mit einem klaren „Ja“ beantwortet hast?

Wichtig ist, dass du nicht mit der Brechstange Erziehungsmaßnahmen einleitest, damit dein Kind aufhört zu schreien und anfängt selber etwas zu machen oder zumindest aufhört zu erwarten, dass du etwas machst, kaufst oder auch nicht machst.

Hier sind kleine Schritte die Lösung ;)! 

Frag dich, wie du in kleinen Schritten und mit Spaß deinem Kind beibringen kannst wie Leben -also Welt- auf eine andere Weise funktionieren kann. Wie dein Kind selber dafür sorgen kann etwas zu bekommen. Wie es mit Spaß gespannt darauf ist, wie sich ein Wunsch erfüllt. Lass dein Kind in ganz kleinen Schritten Erfahrungen machen.  Dann wird es mehr und mehr selbst in der Lage sein für sich zu sorgen und Dinge im Leben aus der eigenen Kraft heraus zu erreichen. 

Das ist das was Kinder brauchen und Eltern sich doch eigentlich wünschen. Aus der Liebe heraus das Kind auch mal „scheitern“ zu lassen um besser zu werden. Und aus der Liebe heraus darauf zu vertrauen, dass es in der Lage ist -oder lernen kann- eigenständig Lösungen zu finden.

Emotionale Überforderung bei Kleinkinder

Verstehen. Vorbeugen. Beschützen.
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