Emotionale überforderung beim Kleinkind
HIER KLICKEN!

Gelassen durch die Trotzphase

Gelassen durch die Trotzphase? Manchmal muss man sein Kind besser verstehen, um anders handeln zu können. So geht es vielen Müttern auch sobald ihr Kind in der Trotzphase angekommen ist. Sie wissen häufig bereits, dass ihr Kind autonomer werden möchte. Doch dem Kind die Möglichkeit zu geben, viele Dinge selber zu machen, reicht häufig nicht aus um Wutanfälle zu vermeiden. Damit du dein Kind besser verstehen kannst und ihr gelassener durch die Trotzphase gehen könnt, erfährst du in dieser Episode, was es noch bedeutet autonomer zu werden. Und wir sprechen darüber, warum manche Kinder einfach überfordert sind, wenn man von ihnen mehr Selbständigkeit erwartet.

Wir wünschen dir viel Spaß

deine Miriam und Cathrin  


Blogartikel zum Podcast (Im Blogartikel findest du nicht alle Informationen aus der Podcast-Episode. Daher hör doch gerne auch in den Audiobeitrag rein)

In diesem Artikel geht es um das Thema Trotzphase und darum gelassen durch die Trotzphase zu gehen. 

Dafür braucht es Verständnis dafür, was dafür sorgt, dass Kinder „trotzen“. In dem Wort Trotz steckt für viele schon eine ganze Menge Kampf, so dass Eltern das Gefühl haben, dass Kinder gegen sie sind. Daher leitet der Name häufig in die falsche Richtung. 

Denn Kinder sind von Geburt an Teamplayer, sie sind nicht gegen ihre Eltern und sie wollen Mutter und Vater auch nicht ärgern! 

Was viele Mütter wissen ist, dass es sich bei der Trotzphase um eine Autonomie-Phase handelt. Eine Phase, in der Kinder den ersten Schritt der Abnabelung gehen und vieles selber machen wollen. Uns geht es diesmal darum, dass ihr diesen Prozess etwas mehr in der Tiefe versteht. 

Kinder werden häufig fremdbetreut und im Wissen um die Trotz- bzw. Autonomiephase erwarten Mütter, dass ihr Kind verschiedene Sachen im Alltag alleine macht. Natürlich im guten Glauben, dass es dem Kind und auch der Mutter hilft, die zu erwartenden Trotzanfälle zu umschiffen. Kinder sollen ihre Schuhe selber anziehen, ihre Sachen packen und vieles mehr. 

Doch manchmal hilft auch das nicht gelassen durch die Trotzphase zu gehen, weil noch andere Prozesse auf dem Weg in die immer mehr werdende Selbständigkeit eingebunden sind. 

Daher geht es in erster Linie darum, ein Kind mehr und mehr als autonome Persönlichkeit zu sehen und kennenzulernen. Zu sehen, was es kann und tun möchte und zwar ohne zu viel von dem Kind zu erwarten. Auch z.B. die Regulation von Emotionen findet in dieser Phase Schritt für Schritt mehr durch das Kind und immer weniger im Körperkontakt zur Mutter statt. Aus diesem Grund kann es auch zur emotionalen Überforderung kommen, wenn andere Sachen vom Kind erwartet werden. Viele sind der Meinung, dass es mehr alleine machen muss um in dieser Phase selbständiger zu werden. Genauso hat diese Phase viel mit Sinnhaftigkeit zu tun. 

Kinder wollen in diesem Lebensabschnitt mehr Sinn in der Familie finden. 

Sie wollen in kleinen Schritten sinnvoll eingebunden werden, um ein Teil des Ganzen zu sein. In diesem Prozess entwickelt es wieder neue Fähigkeiten und wenn es diese gemeistert hat, wird es dadurch autonomer sein als vorher. Ein Prozess, der bereits vorgeburtlich angelegt ist.

Nur weil es eine Autonomiephase ist, heißt das noch nicht, dass das Kind schon in der Lage ist diese Autonomie zu meistern. 

Kommen Kinder in den Kindergarten, dann ist das ein riesen Schritt in die Autonomie. Diesen Schritt geben Eltern den Kindern vor. Das heißt, dass Kinder in den meisten Fällen noch gar nicht bereit waren für diesen Prozess, weil er nicht im Tempo des Kindes stattfinden konnte. 

Es kann sein, dass Kinder und Eltern dadurch nicht gelassen durch die Trotzphase gehen können.

Das Kind ist im Kindergarten stark gefordert, zu Hause will es auch eigenständiger werden  und es hat vielleicht keine Kapazitäten mehr frei, das alles zu meistern. Daher kann es sein, dass sich Kinder in der Trotzphase nicht alleine anziehen wollen, den Geschirrspüler nicht einräumen möchten oder andere Dinge nicht tun, die Eltern sich wünschen. Dann kommt es aus Überforderung dazu, dass Kinder trotzen, wütend werden und zeigen, dass es bis hier hin und nicht weiter geht. Also wird es Zeit, den Begriff Trotzphase in den Müll zu schmeißen. 

Es geht nicht darum gelassen durch die Trotzphase zu kommen, sondern es geht darum zu sehen wo das Kind steht. 

Das Kind in der neuen Phase kennenzulernen um zu erkennen, was es gerade braucht. Die Autonomiephase verläuft bei jedem Kind anders, sie ist so individuell wie jedes Kind selbst. Das eine Kind trotzt weil es Sachen alleine machen möchte. Das andere Kind trotzt weil ihm alles zu viel ist und es Hilfe benötigt. Und wieder ein anderes Kind trotzt, weil sich etwas im Familienleben verändert hat oder weil die Stimmung in der Familie gerade schlecht ist und das Kind die Eltern spiegelt. 

Innere sowie äußere Faktoren spielen eine große Rolle in Bezug auf das Verhalten eines Kindes und das in jeder Phase seines Lebens. 

Nur wenn man sich wegbewegt von Begriffen wie Trotzphase, kann man die wahren Hintergründe eines Verhaltens entdecken und z.B. gelassen durch die Trotzphase oder vielmehr durch diesen weiteren Entwicklungsschritt gehen. 

Daher ist es wichtig, sich wieder auf die Ebene des Kindes zu begeben und sich und somit auch das Kind zu fragen was es gerade braucht.

Viele Mütter haben das Gefühl, dass sie die Trotzphase nur aushalten müssen, weil sie irgendwann vorbei geht. Nur wenn man dieses Gefühl nicht hat und diesen Entwicklungsschritt mit anderen Augen betrachtet, kann man erkennen was die ausschlaggebenden Punkte sind, die zu diesem Verhalten führen. 

Kinder werden häufig in etwas hineingeschoben, für das sie noch nicht bereit sind und da heraus entstehen manchmal Probleme die irgendwelchen Phasen zugeschrieben werden. 

Diese Probleme in der Familie muss es jedoch nicht geben, wenn Eltern in Verbindung mit ihren Kindern sind. So ist man in der Lage, jede Phase des Kindes durch Beobachtung und angepasstes Handeln gelassen zu erleben und das Leben für die ganze Familie zu einem wunderbaren Erlebnis zu machen.

Daher können dir weder wir, noch ein anderer da draußen sagen, wie du gelassen durch die Trotzphase kommst, denn der Schlüssel liegt in eurer Familie.

Und genauso haben wir auch unseren Online-Kurs aufgebaut, der dir hilft Hintergründe besser zu verstehen um anders handeln zu können. Ein Kurs, der dafür sorgt gelassen durch den Familienalltag zu gehen und voller Freude das Familienleben zu genießen – egal welche Phase gerade bei euch ansteht. Denn wir wollen, dass viele Probleme in deinem Familienleben gar nicht erst entstehen. Und wir wollen, dass ihr vorbereitet seid auf die Herausforderungen des Familienlebens – Für ein harmonisches Familienleben.

Denn die Dinge, die dein Kind in den frühen Phasen nicht lernt, wird es später nachholen wollen und sich eventuell auch erkämpfen.

Emotionale Überforderung bei Kleinkinder

Verstehen. Vorbeugen. Beschützen.
Hier erfährst du 5 Punkte, die dein Kleinkind im normalen Alltag emotional überfordern können. 
Klicke jetzt hier!