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aggressives verhalten bei kleinkindern - Wenn Kinder wütend sind wollen sie dir etwas sagenWas kann die Ursache für aggressives Verhalten bei Kleinkindern sein?

In dieser Podcast-Episode geht es um aggressives Verhalten bei Kleinkindern. Da dieses Thema sehr komplex ist, gehen wir diesmal hauptsächlich darauf ein, was die Ursache für aggressives Verhalten bei Kindern sein kann. Denn die Ursachen zu erkennen hilft im Umgang mit Wut und Aggressionen bei Kindern. Ebenso hilft es dabei, im Vorfeld dafür zu sorgen, die Wut bei Kindern abbauen zu können. Wut ist eine wichtige Emotion, daher brauchen wir keine Tipps gegen Wut bei Kindern, sondern Kinder und Eltern brauchen eine Strategie mit dieser Emotion umzugehen.

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Blogartikel zur Podcast-Episode
(Wenn du alle Informationen haben möchtest, dann hör gerne in den Podcast rein)

Aggressives Verhalten bei Kleinkindern – Heute möchten wir darauf eingehen, wo aggressives Verhalten bei Kleinkindern herkommen kann. 

Warum werden Kinder also wütend oder aggressiv? Ausklammern möchten wir, dass ein Kind vielleicht Aufmerksamkeit für dieses ungewünschte Verhalten bekommt. Auch die Verknüpfung, dass das Kind vielleicht Erfolg mit der Wut oder Aggression hat (z.B. wenn es andere Kinder auf dem Spielplatz schlägt um als erster rutschen zu können und immer wieder Erfolg damit hat) möchten wir hier nicht näher erläutern.

aggressives verhalten bei kleinkindernEs geht um Wut und Aggression bei Kindern, die aus einem tiefen Gefühl kommt und sich nicht direkt beruhigen lässt. Und die dafür sorgt, dass ein Kleinkind haut, tritt oder beisst.

Was im Vorfeld wichtig ist zu verstehen ist, dass wir mit ganz vielen Emotionen ausgestattet sind und jede dieser Emotionen – so auch Wut und Aggression- ihre Aufgabe und Berechtigung haben. Das bedeutet, dass dein Kind -sowie jeder in der Familie- wütend sein darf. Oft wird die Wut bei Kindern unterbunden, weil es als störend, nervtötend oder peinlich empfunden wird. Kinder sollten die Möglichkeit haben ihre Wut zu leben und das ohne, dass sich Eltern dadurch angegriffen fühlen. Emotionen sorgen dafür, dass eine Regulation in Gang gesetzt wird, die im Kind selber stattfindet. 

Wut z.B. kann ein klares Stopp-Signal sein – ein BIS HIER HIN UND NICHT WEITER!

Wenn wir immer dafür sorgen, dass unser Kind nicht wütend sein darf, dann kann es passieren, dass im Laufe der Zeit eine Aggression daraus entsteht.

Denn genau dann, wenn sich dein Kind nicht mehr anders zu wehren weiß, weil keiner auf das Stopp hört und entsprechend reagiert, kann es passieren, dass dein Kleinkind haut. Wir nehmen dem Kind sozusagen die Möglichkeit zu kommunizieren, dass sie etwas nicht wollen, nicht mehr ertragen oder zu kommunizieren, dass sie etwas verletzt. 

Wut und Aggression bei Kleinkindern entsteht z.B. wenn das Kind überfordert ist, mit einer Sache nicht klar kommt und ausdrücken möchte, dass es so nicht weiter geht. Dann, wenn Kinder eine Veränderung brauchen. Diese Veränderung kann in dem Kind selber sein. Zum Beispiel, wenn es Frust hat, mit dem es nicht umgehen kann oder weil es alleine etwas nicht geschafft hat. Es kann genauso gut eine Veränderung im außen sein. Zum Beispiel, dass es sich zu sehr eingegrenzt fühlt, sich nicht sicher fühlt oder überfordert ist. 

In dieser Art und Weise sagt das Kind, dass es reicht. Wenn auf die ersten kleinen Signale nicht gehört wird, dann kann sich das mehr und mehr aufladen und sich in einer Aggression entladen. 

Manchmal fühlt es sich vielleicht so an, dass eine Kleinigkeit dafür sorgt, dass das Kind aggressiv reagiert. Vielleicht ist das genau der Tropfen, der einfach nur das Fass zum Überlaufen gebracht hat und der dafür sorgt, dass sich das Kind nicht mehr anders zu wehren weiß. Daher ist es wichtig, dass du deinem Kind achtsam begegnest, damit du schon im Vorfeld erste Anzeichen mitbekommst. So hast du die Möglichkeit schon früh zu reagieren.

Aggressives Verhalten bei Kleinkindern kann z.B. dadurch entstehen, dass Kinder im Kindergarten -oder auch später in der Schule und im Hort- sehr viel Trubel um sich haben. 

aggressives verhalten bei kleinkindern - wenn kinder ständig trubel habenDort sind sie häufig einer hohen Geräuschkulisse ausgesetzt, müssen sehr viel mit anderen Menschen interagieren und sehr viele Eindrücke verarbeiten. All das muss vom Kind verarbeitet werden und kann dauerhaft -also über viele Stunden- zu Stress führen. Auch dann, wenn wir davon ausgehen, dass das Kind sehr viel Spaß im Kindergarten hat, gefordert wird, sich austoben kann und sich auf den Kindergarten freut. Es kann sein, dass das System des Kindes dadurch überlastet wird.

Auch Erwachsene kennen es, dass irgendwann ein Punkt erreicht ist, an dem wir Ruhe brauchen, abschalten müssen, an dem uns etwas -was uns gerade noch Spaß gemacht hat- zu viel wird.

Häufig reagieren Erwachsene dann ähnlich wie Kinder. Sie werden angespannt, unruhig, die Laune verändert sich und damit auch die Kommunikation mit ihren Mitmenschen. Würde man Erwachsene in dieser Situation festhalten, so dass sie keine Möglichkeit haben dem akuten Stress zu entfliehen, dann würden sie, wie die Kinder, mit Aggression reagieren. Denn wenn eine Situation bedrohlich wird (wie z.B. akuter Stress, Dauerstress, Stress mit der Freundin im Kindergarten, Streitereien zu Hause …) greifen Kinder sowie Erwachsene automatisch auf lebenserhaltene Programme wie Flucht (wir laufen davon), Starre (wir verstecken uns) oder Angriff (Agression) zurück. 

Bei manchen Familien folgt nach dem Kindergarten oder Schulbesuch schnell die nächste Aktion. 

Man fährt gemeinsam einkaufen oder zum Fussball, zum Reiten oder ist zum Kaffeeklatsch mit den besten Freundinnen verabredet. Es folgt also postwendend die nächste Aktivität, sodass das Kind keine Möglichkeit hat, das Erlebte zu verarbeiten. Eltern erwarten häufig, dass die Kinder zu Hause ausgeglichen sind, weil sie bereits ganz viel Action hatten. Sie wünschen sich, dass die Kinder abends ins Bett gehen und sofort einschlafen, weil sie total müde sind. Nur leider funktioniert genau das ganz oft nicht. 

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aggressives verhalten bei kleinkindern -kinder brauchen ruhephasenKinder brauchen Ruhephasen am Tag um das Erlebte zu verarbeiten, da es sonst zu einer Reizüberflutung kommen kann, die dafür sorgt, dass Kinder mit Wut und Aggression reagieren. 

 

Das alles sind unbewusste Prozesse, die dein Kind nicht willentlich steuert. Daher nützen Erklärungen in den meisten Fällen nichts. 

Neben den vielen Reizen, die Kinder in ihrem Kindergarten- und Schulalltag ausgeliefert sind, kann es noch andere Faktoren geben, die dafür sorgen, dass ein Kind wütend oder aggressiv reagiert. 

Das können zum Beispiel Streitereien in der Familie sein. Es kann eine Überforderung sein (weil von dem Kind etwas erwartet wird, was es noch nicht kann). Oder es kann auch eine Unterforderung sein (weil das Kind zu wenig Möglichkeiten der Weiterentwicklung hat). Werden Kinder (meist unbewusst) verbal angegriffen wie z.B. mit: „Das war doch klar, dass der Saft wieder auf dem Boden landet!“, „Warum machst du eigentlich nie das, was ich dir sage?“, „Das habe ich dir schon 1000 Mal erklärt und du schaffst es immer noch nicht!“, dann gehen sie häufig in die Verteidigung. Dann kann es sein, dass sie mit Wut oder Aggression reagieren, weil sie sich in ihrer Persönlichkeit angegriffen fühlen.

Es ist wichtig, dass du die Wut deines Kindes ernst nimmst und deinem Kind zugestehst auch mal wütend zu sein. 

Wir brauchen keine Tipps gegen Wut bei Kindern, sondern Kinder brauchen Strategien, mit denen sie ihre Wut reflektieren und die Wut verwandeln können. Sie brauchen mehr Optionen, mit denen sie auf eine andere Weise kommunizieren können, wenn sie etwas belastet.

Dann, wenn wir eine Wut zulassen, wenn sie entsteht, haben wir in genau diesem Moment die Möglichkeit etwas zu verändern. 

Wenn wir die Wut nicht mehr als unangenehme Emotion empfinden, sondern als eine Art der Kommunikation wahrnehmen, können wir unserem Kind helfen. Jede Wut und auch jede Aggression hat einen Hintergrund. 

Ist eine Wut oder aggressives Verhalten bei Kleinkindern entstanden, dann können Eltern ihre Kinder auch fragen: „Was ist das was du brauchst?“ oder „Was ist das, was dir gerade zu viel ist?“. Bei kleineren Kindern können sie auch direkt fragen: „Kann es sein, dass dir das gerade zu viel ist und du ein bisschen kuscheln möchtest?“ oder „Kann es sein, dass du ein bisschen Energie loswerden möchtest und wollen wir im Garten ein bisschen toben?“. Diese Art der Meta-Kommunikation gibt deinem Kind auch für die Zukunft eine andere Möglichkeit seine Bedürfnisse auszudrücken.

 

   

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